Der Retter der Buchstaben

Der Schriftzug des Thälmann-Denkmals neben dem Zschopauer Gymnasium ist unvollständig. Doch fast alle der fehlenden Lettern existieren noch.

Zschopau.

Teile des beschädigten Ernst-Thälmann-Ehrenhains neben dem Gymnasium befinden sich im Zschopauer Stadtarchiv. In der zurückliegenden Woche berichtete "Freie Presse" über die Bemühungen des Vereins Erzgebirgsfreunde Russlands um den Erhalt des Denkmals und über fehlende Buchstaben am Schriftzug "Ernst Thälmann ist niemals gefallen". Daraufhin meldete sich Hobby-Historiker Carsten Beier zu Wort.

Vor einem Jahr hatte er vor dem Denkmal einige der aus Metall bestehenden Buchstaben am Boden liegen sehen. "Wahrscheinlich sind sie abgegangen, als Kinder oder Jugendliche auf dem Sockel herumgeklettert sind", vermutet der Heimatforscher. Carsten Beier nahm die Teile mit, um sie in der Stadtverwaltung abzugeben. Nachdem er im Bauamt keinen Abnehmer fand, versuchte er es im Stadtarchiv. Dort liegen sie bis heute bei Dolores Kahl. Vielleicht werden sie ja gebraucht, wenn das Denkmal saniert wird, hofft die Archivleiterin. "Bislang fehlen nur zwei A's", sagt sie.

Die Stadtverwaltung hatte den Erzgebirgsfreunden Russlands mitgeteilt, eine Denkmalförderung für die Sanierung der Gedenkstätte beantragen zu wollen. Zuvor gab es eine Ortsbegehung der unteren und oberen Denkmalbehörde. Dabei habe die Stadt als Eigentümerin die Denkmalbehörden über notwendige Vorkehrungen zum Erhalt der Anlage konsultiert, hieß es aus dem Landratsamt.

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