Die Besten arbeiten in Königswalde

Beim Leistungsmelken haben zwei junge Frauen im Erzgebirge die Nase vorn. Für sie geht der Wettbewerb nun weiter.

Großrückerswalde.

Zwei junge Frauen aus Geyersdorf beziehungsweise Königswalde sind die Erzgebirgsmeister im Leistungsmelken. Die 19-jährige Dshamila Ivanova wurde am Dienstag in Großrückerswalde als bester Lehrling ausgezeichnet. Die 32-jährige Janine Malz erhielt den Preis für die beste Facharbeiterin im Bereich des Regionalbauernverbands Erzgebirge. Beide arbeiten bei der Agrargenossenschaft Königswalde und haben den aller zwei Jahre stattfindenden Wettbewerb, an dem sich diesmal 35 Lehrlinge und Facharbeiter aus dem Erzgebirgskreis und dem Altlandkreis Freiberg beteiligt haben, für sich entschieden.

"Ich bin völlig überrascht", sagte Dshamila Ivanova. "Eigentlich fehlt mir ja die Erfahrung, zumal ein Teil der zu lösenden Aufgaben im Rahmen meiner Ausbildung noch gar nicht thematisiert wurde." Schützenhilfe bekam sie bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb von ihrer Kollegin Janine Malz, die 2018 Landesmeisterin am Fischgrätenmelkstand in der Altersklasse über 25 Jahre geworden ist. "An den Erzgebirgsmeisterschaften habe ich mich zum neunten Mal beteiligt, wollte das diesmal aber eigentlich nicht. Dshamila hat mich allerdings überzeugt, denn sie wollte nur teilnehmen, wenn wir es gemeinsam versuchen", blickt die gelernte Tierwirtin zurück.

Janine Malz fuhr mit der Auszubildenden auch nach Arnsfeld, wo die praktische Prüfung beim Melken am Fischgrätenmelkstand - die Kühe stehen dabei nebeneinander - stattfand. "Janine ist dank ihrer Berufserfahrung routinierter und hat dort mit mir zur Probe gemolken", sagt Dshamila Ivanova, für die das ungewohnte Anhängen des Melkzeugs zu den schwierigsten Aufgaben innerhalb des Wettstreits zählte.

Mit dem Wettbewerb zufrieden war Werner Bergelt, Geschäftsführer des Regionalbauernverbands Erzgebirge. "Zwar hatten wir diesmal einige Teilnehmer weniger als beim vorherigen Vergleich. Die Leistungen waren allerdings beachtlich. Die hohe Qualität der Milchproduktion ist damit auch in Zukunft gesichert", so Bergelt.

In naher Zukunft dürfen sich Dshamila Ivanova und Janine Malz bei einem weiteren Wettbewerb beweisen. Mit anderen Teilnehmern des Regionalverbands, die sich ebenfalls qualifiziert haben, gehen sie im Februar beim Landeswettbewerb im Raum Freiberg an den Start. "Auch dafür werden wir uns wieder gemeinsam vorbereiten", blickt Janine Malz voraus.

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