Drebacher Haushalt mit Investitionen vollgepackt

Bürgermeister Haustein: Wahrscheinlich nicht alle Vorhaben zu bewältigen

Drebach.

Der Drebacher Haushalt für 2019/2020 ist vollgepackt mit Investitionen. Das wurde bei einer ersten öffentlichen Lesung deutlich. Bürgermeister Jens Haustein (Mandat CDU) gab denn auch zu bedenken, dass wahrscheinlich nicht alles, was im Entwurf steht, zu bewältigen sei. Zumal einige Vorhaben wie die Instandsetzung der Zufahrt Am Kuhberg, der Teichstraße und des Karl-Stülpner-Weges die Bewilligung von Fördermitteln voraussetzt.

"Ich denke aber, dass dieser Haushalt eine Herausforderung ist und mehr Spaß macht als ein unendliches Streichkonzert wegen fehlender Mittel", fügte er hinzu. Mehr als 13 Millionen Euro sollen bis 2023 in den Breitbandausbau fließen. Mit 2,05 Millionen Euro nimmt die Investition im neuen Doppelhaushalt den größten Raum ein, ist aber zugleich die unsicherste Position, sagte Haustein auf Nachfrage. Er halte es für fraglich, ob es nächstes Jahr überhaupt zum ersten Spatenstich kommt.

Doch es gibt auch greifbare Projekte, die schon in Kürze beginnen dürften. Hierzu zählt Jens Haustein den Bau des Parkplatzes am Scharfensteiner Bahnhof, den Ausbau der August-Bebel-Straße im Gewerbegebiet Scharfenstein sowie mehrere Sanierungsvorhaben in Kindertagesstätten und Schulen, die zum Teil schon begonnen haben. "Zudem hoffe ich, dass wir Ende des Jahres oder Anfang 2020 den Bau der Mehrzweckhalle in Drebach beginnen können", sagte Haustein. 313.000 Euro in diesem und 1,95 Millionen Euro im kommenden Jahr sieht der Etatentwurf dafür vor.

Ebenso hofft der Bürgermeister auf Fördermittel für den Hochwasserschutz im Venusberger Erlengrund und auf einen Baubeginn im nächsten Jahr. 10.000 Euro in diesem und 450.000 Euro im nächsten Jahr sieht die Haushaltsplanung vor.

Hauptamtsleiterin Kathrin Sieber sprach von einem soliden Zahlenwerk. Alle Investitionen plant die Kommune ohne neue Kreditaufnahmen. Für den Fall, dass alle Vorhaben bis Ende nächsten Jahres umgesetzt würden, hätte die Gemeinde Drebach immer noch 700.000 Euro auf dem Konto. 2020 wären zugleich auch alle alten Kredite abgezahlt, sodass die Gemeinde schuldenfrei wäre. (mik)

Der Entwurf für den Etat 2019/2020 soll ab Freitag ausgelegt werden.

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