Ein Stück Hohndorf für Feuerwehr eingetauscht

Entscheidung über Flächentausch nun Thema im Zschopauer Stadtrat

Hohndorf.

Die Verhandlungen zwischen Großolbersdorf und Zschopau über einen Flächentausch in Hohndorf haben konkrete Formen angenommen. Dieser ist notwendig, da das Baugrundstück für das neue Feuerwehrgerätehaus in dem Großolbersdorfer Ortsteil zwar im Besitz der Gemeinde ist, sich aber auf Krumhermersdorfer Flur befindet und somit zur Zschopauer Gemarkunggehört. Der Gemeinderat von Großolbersdorf hat den Gebietstausch in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Nun steht die Entscheidung des Zschopauer Stadtrats an, damit das Bebauungsplanverfahren für den 1,2 Millionen Euro teuren Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Hohndorf fortgeführt werden kann.

Die Vereinbarung zwischen Großolbersdorf und Zschopau sieht vor, dass die Fläche an der Alten Marienberger Straße in Hohndorf, auf der sich neben dem Baufeld auch der Sportplatz und ein Mehrzweckgebäude mit Turnhalle befinden, aus der Krumhermersdorfer Flurkarte herausgenommen wird. Dafür soll eine zwischen dem Erzgebirgsklinikum Zschopau und dem ehemaligen MZ-Werk in Hohndorf gelegene Fläche in Zschopauer Gemarkung übergehen. Die Änderung der Flur- stücksgrenzen hat baurechtliche Gründe und soll das Baugenehmigungsverfahren vereinfachen.

"Wenn jetzt auch Zschopau der Vereinbarung zustimmt, können wir planmäßig weitermachen", hofft Großolbersdorfs Bürgermeister Uwe Günther (Handels- und Gewerbeverband), dass der Stadtrat in seiner Sitzung am 18. März den Tausch ebenfalls absegnet. Zuvor sollte darüber im gestrigen Hauptausschuss nichtöffentlich beraten werden. Stadtrat Niels Sigmund (Grüne/FDP) sah bereits im Dezember die Lösung darin, einen Flächentausch anzustreben. Oberbürgermeister Arne Sigmund (parteilos) hatte betont, dass die Stadt dem Neubau in Hohndorf grundsätzlich nicht im Wege stehen wolle.

Der Landkreis hatte 2019 in Abstimmung mit dem Staatsministerium eine 90-prozentige Sonderförderung des Projektes in Hohndorf durchsetzen können. Das alte Feuerwehrgerätehaus war im Juni 2016 bei einem Brand zerstört worden. Seitdem müssen die Kameraden mit einem Provisorium leben. Der erste Spatenstich für das neue Feuerwehrdepot war im November 2019 vollzogen worden. (mit mik)


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