Eltern zahlen künftig höhere Kita-Beiträge

Beschlussvorlage sorgt im Wolkensteiner Stadtrat für Diskussionen

Wolkenstein.

Eltern in Wolkenstein müssen ab nächstes Jahr für die Betreuung ihrer Kinder tiefer in die Tasche greifen. Der Stadtrat hat die neue Satzung über die Kindertageseinrichtungen sowie die Anpassung der Elternbeiträge mehrheitlich mit acht Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen beschlossen. Doch vor der Abstimmung wurde diskutiert. Allerdings weniger über die Gebühren, sondern vielmehr über die Regelung bei Schließzeit.

Bislang zahlen Eltern für einen neunstündigen Krippenplatz monatlich 205 Euro. Für den Kindergarten (9 Stunden) sind aktuell 100 Euro fällig. Die sechsstündige Betreuung im Hort kostet 65 Euro. Ab 1. Januar 2019 belaufen sich die Beiträge auf 220 Euro für die Krippe, 110 Euro für die Kindertagesstätte und 70 Euro für den Hort. "Kostensteigerungen gehen auch an Kitas nicht vorbei", so Bürgermeister Wolfram Liebing (parteilos) und ergänzt: "Die Elternvertreter stehen hinter diesen Zahlen. Es ist wichtig, die Qualität in den Einrichtungen zu erhalten." Zudem wolle die Stadt die beiden Kitas in Schönbrunn und Gehringswalde nicht privatisieren, obwohl dies eine finanzielle Entlastung Wolkensteins bedeuten würde. Und ohnehin könnten Eltern, die weniger verdienen, Unterstützung beim Amt beantragen.

Allerdings musste Liebing im Rat für die Erhöhung weniger Überzeugungsarbeit leisten. Lediglich die SPD-Fraktion kritisierte Kämmerin Diana Helbig, dass sie keine Zahl nennen konnte, welchen Mehrertrag die Anpassung bringt. Für mehr Gesprächsbedarf sorgte die Satzung. Darin war bislang den Eltern garantiert, dass ihre Kinder während der Schließzeit der einen Einrichtung in der anderen untergebracht werden. Die Verwaltung wollte diese Regelung in der Satzung streichen. Man wolle es nach wie vor den Eltern anbieten, könne es aber auch aufgrund der voll belegten Kitas nicht mit Sicherheit für alle garantieren, erklärte Bauamtsleiter Jens Voigt. Bereits im Verwaltungsausschuss hatten sich die Räte gegen den Vorschlag entschieden. Die Regel bleibt in der Satzung enthalten.

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