Enorme Ernte nimmt kein Ende

Gartenmeisterschaft: Ein Pfaffrodaer Paar setzt auf Brennnesselsud. Und auf sauer eingelegte Tomaten - so wie früher bei Oma.

Pfaffroda.

Das Tütchen mit Tomatensamen hatte zwei Jahre unbemerkt bei Familie Beckert in Pfaffroda in einer Schale gelegen. Im März entschloss sich Gislinde Beckert, die Samen in die Erde zu stecken. Beinahe jedes Korn ging auf. Auch das Pikieren haben die meisten Setzlinge überlebt. Somit hatten die Beckerts viel mehr Pflanzen, als das Gewächshaus fassen konnte. Daher brachten sie einen großen Teil davon im Freien aus. Insgesamt 32 Pflanzen haben sie so verteilt, und sie bewerben sich damit bei der Gartenmeisterschaft der "Freien Presse" und der Raiffeisen Handelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG).

Die Ernte der Pfaffrodaer ist enorm. Und noch immer reifen zahllose Früchte. Das heiße Sommerwetter hat, wie der 78-Jährige Klaus Beckert findet, einen großen Anteil am Erfolg. Allerdings investierten die Beckerts auch viel Arbeit in die Tomaten. Das gilt nicht nur für die Zeit, bis die Pflanzen bereit für den Anbau im Freien und im Gewächshaus waren. In trockenen, heißen Wochen haben die beiden die Tomaten reichlich gegossen. Das war nicht in ein paar Minuten getan. Außerdem setzen die Pfaffrodaer schon immer auf Brennnesselsud. Den haben sie ansetzen müssen.

Im Gewächshaus ist die Ernte bereits abgeschlossen. Im Freien stehen die Tomaten an zwei Standorten. Einer davon garantiert den Pflanzen jede Menge Sonne. Der andere liegt etwas mehr im Schatten.

Die nun kühleren Tage überstehen die Tomatenpflanzen dank Abdeckplanen, die extra bereitliegen. Zum Ausreifen verbringen die Früchte oft einige Tage in einem Karton in einem trockenen und dunklen Raum.

Einige Tomaten hat Gislinde Beckert sauer eingelegt. "Das hat meine Großmutter schon so gemacht", erläutert die 77-Jährige. Nun sind beide gespannt, wie sie schmecken. Allerdings müssen die sauren Früchtchen noch einige Tage im Sud ziehen.

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