Entdeckungstouren in der kalten Jahreszeit

Der Tourismusverband Erzgebirge hat seine Wanderwochen auf den Winter ausgeweitet. Ein Angebot, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Morgen geht es wieder los.

Annaberg-Buchholz.

Vor zwei Jahren hatte sie der Tourismusverband Erzgebirge erstmals im Angebot: die Winterwanderwoche. 22 Touren wurden im Januar 2017 angeboten. In diesem Jahr sind es schon 32 thematischen Touren, die Naturpark- und Wanderführer zwischen Altenberg im Osterzgebirge und Carlsfeld im Westerzgebirge begleiten.

Vom 12. bis zum 20. Januar besteht so mehrfach die Gelegenheit, die erzgebirgische Natur in der Winterzeit zu entdecken. Eine Offerte, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut, wie die Teilnehmerzahlen der vergangenen beiden Jahre belegen. So konnten nach Angaben von Doreen Burgold vom Tourismusverband allein bei der zweiten Auflage im vorigen Jahr insgesamt 900 Wanderfreunde begrüßt werden - und das in teilweise stürmischen Zeiten.


Die Streckenlängen liegen in diesem Jahr zwischen 3 und 15 Kilometer und geboten wird wahrlich für jeden Geschmack etwas. Sportlich hoch hinaus geht es unter anderem bei der Wanderung unter dem Motto "Hier trainieren Olympiasieger" rund um Altenberg im Osterzgebirge. Aber auch im Wintersport-Eldorado Oberwiesenthal sind insgesamt vier Touren im Angebot. Und die drehen sich längst nicht nur um den allseits bekannten Fichtelberg. Schneeschuhwanderungen führen beispielsweise auch zu den tschechischen Nachbarn ins Tal der Königsmühle oder zum Dreiländerstein.

Und während der Dämmerung wird es im Schein der Fackeln beziehungsweise Laternen nicht nur in Oberwiesenthal romantisch, sondern auch in Schwarzenberg und Carlsfeld zum Beispiel. Auch spannende Stadtführungen durch Freiberg - entlang der alten Stadtmauer - versprechen ganz neue Eindrücke. Im Anschluss gibt es vielerorts ein "Hoch auf die Gemütlichkeit", denn es wird zum gemütlichen Hutzen eingeladen.

Und dass sich auch beim Winterwandern interessante Spuren aus der Vergangenheit entdecken lassen, hat im vorigen Jahr unter anderem Kutscher Berthold in Annaberg-Buchholz bewiesen - mit seinen sagenhaften Gruselgeschichten aus der Stadt und von ihren Menschen. Eine Anregung, die auch bei der diesjährigen Winterwanderwoche ihre Nachahmer gefunden hat. So wird in diesem Jahr unter anderem in Wolkenstein auf den Spuren der Postgeschichte gewandert. Und es lassen sich noch ganz andere, nicht alltägliche Entdeckungen am Wegesrand machen - zum Beispiel bei der Winter-Wetter-Wanderung mit Wetterfrosch Norbert Märcz, der seine Gäste zu einem der kältesten bewohnten Orte Deutschlands führt.

Aber natürlich kommen auch all jene auf ihre Kosten, die einfach nur die idyllische Erzgebirgsnatur genießen wollen. Möglichkeit dazu bietet sich zum Beispiel auf dem Kammweg, wenn es von Rübenau aus ins Tal der Natzschung geht. Von Crottendorf aus wird unterdessen der Wald des oberen Erzgebirges erkundet. Auf winterliche Wandertour geht es aber auch in Rittersgrün und Seiffen beispielsweise, ebenso wie in Olbernhau und Johanngeorgenstadt.

Wer lieber allein die Natur im Erzgebirge entdecken möchte, der findet auch außerhalb der Wanderwochen zahlreiche Angebote für individuelle Touren durch das verschneite Erzgebirge. Hierfür empfiehlt der Tourismusverband die ERZAppAktiv als "idealen mobilen Wegbegleiter".

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