Familiäre Atmosphäre stellt sportlichen Reiz in den Schatten

Zum dritten Mal hat der Widigo-Megathlon alle drei Gornauer Ortsteile miteinander verbunden. Dabei war der Andrang auf der kleinen Runde wieder deutlich größer als auf dem langen Kanten für hart gesottene Starter.

Gornau.

Als Triathlet ist Lukas Fröhner viel gewöhnt. Schwimmen, Radfahren und Rennen gehören zu den Herausforderungen, die der 26-Jährige unter anderem schon in Spanien und in der Slowakei gemeistert hat. Doch einmal im Jahr wartet ein Wettkampf auf den Witzschdorfer, der noch viel mehr Vielseitigkeit erfordert - vom Bogenschießen bis hin zum Bierkisten- Querstapeln. Nicht nur weil der Wettkampf so außergewöhnlich ist, startete Fröhner auch diesmal, sondern weil die Veranstaltung direkt vor der Haustür stattfindet. Am Witzschdorfer Sportplatz begann und endete am Samstag der 3. Widigo-Megathlon, der für hart gesottene Teilnehmer wie Fröhner eine 20-Kilometer-Runde mit acht Stationen zu bieten hatte.

"Auf diese Veranstaltung werde ich immer wieder angesprochen. Sie bringt alle Vereine zusammen und repräsentiert unseren Ort auch gut nach Außen", sagt Fröhner. Rund 250 Teilnehmer zeugten auch diesmal von der beachtlichen Popularität des Widigo, dessen Name für die drei Ortsteile Witzschdorf, Dittmannsdorf und Gornau steht. Allerdings hielt sich der Andrang auf der langen Strecke in Grenzen. Obwohl erstmals die Möglichkeit bestand, als Team anzutreten und nach der Hälfte der Strecke zu wechseln, waren nur 20 Läufer am Start. "Einige, die gern teilgenommen hätten, waren zeitgleich beim Drei-Talsperren-Marathon im Einsatz, der zu einer Laufserie gehört", bedauert Fröhner. Spaß machte ihm der Megathlon dennoch, auch wenn der sportliche Reiz vom familiären Flair der Veranstaltung klar in den Schatten gestellt wurde.

Das Feld auf der kleinen Runde (10 km) war mit 225 Teilnehmern mehr als zehnmal so groß. Statt im Eiltempo zur nächsten Station zu gelangen, ließen es hier alle ruhig angehen. Wandern war angesagt - und immer wieder auch mal eine kleine Pause. Zumeist waren es junge Familien, die bei Sommerwetter den Blick auf die Landschaft und vor allem die lustigen Aufgaben genossen. "Das Schöne ist, dass man die Kinder zu dieser Veranstaltung nicht treiben muss. Sie gehen gern mit", sagt Kathleen Findeisen aus Scharfenstein. "Durchaus anstrengend" sei der Widigo-Megathlon, zumal der Hindernis-Parcours am Dittmannsdorfer Sportplatz für ihre beiden Söhne die schönste Aufgabe darstellte. Doch schon kurz danach konnten alle beim Torwandschießen wieder durchatmen, und die nächste Verpflegungsstation wartete ja auch bald. Ins Gespräch mit den anderen Teilnehmern kam man dabei schnell. "Das Schöne ist, dass man sich bewegt und andere Leute trifft", sagt Kathleen Findeisen, für die die Zeit überhaupt keine Rolle spielte: "An den Stationen geht es zwar um Punkte, aber am Ende erhält ja jeder eine Medaille." Nachdem auch die Aufgaben in Gornau bewältigt waren, wo zum Beispiel große Memory-Tafeln standen, ging es wieder zurück nach Witzschdorf. "Dort steht ja unser Auto", so Kathleen Findeisen schmunzelnd. Vor dem Ziel wartete noch ein Irrgarten aus Bauzäunen - und dann war der Megathlon geschafft.

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