Für Christdemokraten sind Familien ganz wichtig

Wahlen 2019 Sanierte Straßen, gute Schulen, schnelles Internet... Mit welchen Themen wollen Parteien und Wählergemeinschaften bei der Kreistagswahl besonders punkten? Heute: die CDU.

Annaberg-Buchholz.

Das Zschopauer Gymnasium ist ein altehrwürdiges Gebäude mit 150-jähriger Bildungstradition: verwinkelte Flure, hohe Räume, manch schönes architektonische Detail. Dennoch ist nicht zu übersehen, dass es in die Jahre gekommen ist. Die letzte Sanierung liegt ein Vierteljahrhundert zurück. Sylvio Krause, CDU-Fraktionschef, beim Ortstermin: "Wenn wir hier nicht in DDR-Verhältnisse zurückfallen wollen, muss dringend saniert werden." Verantwortlich dafür: der Erzgebirgskreis. Gut 10 Millionen Euro werden in den nächsten drei Jahren investiert - so viel wie in keine andere Landkreis-Bildungseinrichtung in den nächsten Jahren.

Alles, was für Familien wichtig ist - Kinderbetreuung, Schule, Jugendarbeit - steht im CDU-Programm für die Kommunalwahlen obenan. "Familien und Kinder sind unser Fundament und unsere Zukunft", sagt Krause und begründet es so: "Ohne gescheite Köpfe, ohne genügend Facharbeiter, Meister und Ingenieure hat das Erzgebirge künftig keine Chance." Doch um qualifizierte Arbeitskräfte zu halten oder zurückzuholen, müsse die Region noch mehr bieten: gute Arbeitsplätze, eine ausgebaute Infrastruktur, bestmögliche medizinische Betreuung und Kultur. All das habe das CDU-Programm im Blick, so Krause. "Im Detail mag das bei uns zwar etwas nüchtern wirken. Wir werben jedoch nicht mit Luftschlössern, sondern orientieren uns an den Pflichtaufgaben des Kreises", so Krause und verweist auf eine Notwendigkeit: Viele Probleme im ländlichen Raum lassen sich nur lösen, wenn Freistaat, Landkreis und Firmen eng zusammenwirken. "Das wollen wir auch im künftigen Kreistag befördern", so der CDU-Politiker.


Und wenn man schon viel Geld in ein Ausnahmeprojekt investiere, dann müsse es etwas Bleibendes, für viele Generationen Nützliches sein, wie etwa das Bergbaumuseum in Oelsnitz, dem "Investitionsleuchtturm des Landkreises in den kommenden Jahren". Überhaupt wollen die CDU-Politiker auch künftig lieber in solche Felder investieren, die es einkommensschwachen Erzgebirgern erlauben, auf Almosen der Gesellschaft zu verzichten. Viele gut gemeinte Vorschläge anderer Parteien führten meist zu einem riesigen bürokratischen Aufwand und wirken nur kurzfristig.

Augenmaß sei auch bei der Digitalisierung der Verwaltung gefragt. Unbestritten müsse man den Landkreis so schnell wie möglich bis in den letzten Winkel mit schnellem Internet versorgen und dabei, wie vereinbart, die schwächeren Kommunen unterstützen. Aber andererseits müsse die Kreisverwaltung wohl noch einige Zeit zweispurig fahren: so viel wie möglich digitale Angebote an junge, technikafine Bürger einerseits, den traditionellen Gang zum Amt für die älteren Leute andererseits bieten.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    Martin43
    13.05.2019

    Hallo an alle!

    das ist sehr schön das Familien wichtig sind, das sage ich auch und ist mir zur Lebensaufgabe geworden. Kinder sind unsere Zukunft, und Sie sollten auch richtig gefördert und gefordert werden! Es kann nicht sein das ein 4 jähriges Kind seinen für sich notwendigen Förder Integrativkindergarten und Logopädie verliert nur weil die Jugendhilfe Erzgebirgskreis nicht genau hinsieht oder nicht sehen will. Ja sogar Fachkräfte Erziehungswissenschaftler ignoriert!



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