Fundora erfordert Zeit und Fitness

Der Spielepark ist die neue Attraktion am Filzteich in Schneeberg. "Freie Presse" war zu einem Test vor Ort.

Schneeberg.

Wie ist das, wenn 600 Leute in den neuen, fünf Millionen Euro teuren Spielepark "Fundora" am Schneeberger Filzteich strömen? Sind 15 Betreuer für diese Gästezahl ausreichend? Müssen die Besucher irgendwo lange warten? Um das auszutesten, hatten kürzlich die Stadtwerke Schneeberg als Betreiber ihre gesamte Belegschaft mit Familien sowie die ganze Stadtverwaltung eingeladen. "Freie Presse" war dabei und schickte Redakteurin Heike Mann (54) und Fotograf Georg Dostmann (25) über den Parcours.

Womit fangen wir an? Wir entscheiden uns für den Ninja-Parcours. Ohne es vorher zu wissen, ist das schon mal eine echt anstrengende Nummer. Ähnlich wie bei einem Kletterwald heißt es vor allem Hangeln. Da ist Georg mit seinen 1,88 Meter klar im Vorteil gegenüber der nicht gerade groß geratenen Heike. Er bekommt einfach besser die von oben herabhängenden Ringe zu fassen. Neidisch schauen wir einem Teenager zu, der leichtfüßig über den Parcours geht. Uns tun jetzt schon die Arme weh.

Wollen wir mal etwas Leichteres angehen. Wie wäre es mit dem Labyrinth, das schon für Kinder ab drei Jahren geeignet ist? Das sollte doch zu schaffen sein. Allerdings haben große Leute hier ganz schlechte Karten, denn sie müssen die ganze Zeit über gebückt durch die Gänge gehen oder eben auf allen Vieren krabbeln. Allerdings sollten die ganz kleinen Leute durchaus Begleitung von Erwachsenen haben. Denn es braucht schon etwas Mut, zum Beispiel um die großen Rutschen hinab zu sausen. Georg hat Spaß an den Bällekanonen. So sind sie halt, die Jungs. Die auf allen Etagen stehenden kleineren Kanonen sind noch recht schwergängig. Kleinkinder werden da wohl echt Mühe haben, sie zu bewegen.

Jetzt wollen wir mal sehen, was wir für eine Figur auf dem Trampolin machen. Dafür müssen wir zurück ins Foyer und uns Socken holen. Nur mit diesen dürfen Besucher auf den Trampolinpark. Besucher müssen sich die Socken für zwei Euro kaufen. Auf dem Weg ins Foyer kommen wir an der "Laserlight Mission" vorbei. Dort erwartet uns in einem dunklen Raum ein Wirrwarr an Laserstrahlen, die nicht berührt werden dürfen. Auf mittlere Schwierigkeit eingestellt, ist für Georg schon am zweiten Hindernis Schluss. Bei "leicht" macht es sich Heike leicht. Sie robbt unter den Laserstrahlen durch. Das geht gut. Sie kommt durch den Parcours. Manchmal ist es von Vorteil, klein zu sein. Springen auf dem Trampolin macht Laune. Für einen kurzen Moment fühlt man sich schwerelos. Es kommt nur darauf an, bei der Landung wieder das Gleichgewicht zu erlangen.

Georg macht einen Riesensatz in das mit Schaumgummiwürfeln gefüllte Becken - und versinkt. Er ist tatsächlich nicht mehr zu sehen und hat echt Mühe, wieder aus dem weichen Material heraus zu kraxeln. Fürs Fotografieren muss er noch mal und noch mal springen, etwas widerwilliger jedes Mal.

Wir hatten uns ein Zeitlimit von reichlich zwei Stunden gesetzt. Schon nach fünf Stationen sind wir ziemlich fertig, wir schwitzen und vor allem nach Kletterwand und Kletterspinne brennen uns die Hände. Die Kletterwand geht nur Heike an, schafft es aber nicht ganz nach oben. An der Kletterspinne ist Georg eindeutig schneller oben.

Zum Abschluss schaffen wir nur noch schnell das 3D-Schwarzlicht-Minigolf. Wir lassen die dazu ausgeteilten 3D-Brillen weg, denn damit sehen wir nur verschwommen. Andere Besucher bestätigen das. Ein Tipp: Wer 3D-Brillen aus dem Kino hat, sollte sie mitbringen und mal austesten. Die Lasertag-Area müssen wir weglassen, dort stehen zu viele Leute an, unsere Zeit reicht nicht mehr.

Fazit Heike: Man sollte sich wirklich viel Zeit nehmen, um alles in Fundora richtig ausprobieren zu können. Fit sollte man schon sein, sonst schafft man vieles nicht. Von daher ist der Spielepark wohl doch eher etwas für junge Leute.

Fazit Georg: Vieles ist anstrengender, als man am Anfang denkt. Mit einer Gruppe Gleichaltriger ist der Spaßfaktor bestimmt höher. Ich würde mir kühlere Luft in der Halle wünschen.

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