Funklöcher: FDP drängt auf schnelle Schließung

Ein Brief in die Bundeshauptstadt soll Druck machen

Annaberg-Buchholz.

Die Erzgebirgs-FDP will für eine schnelle Schließung der Funklöcher in der Region Druck auf Politik und Anbieter machen. Wie der Kreisvorsitzende Heiko Schmuck ankündigte, werde man eine Liste mit Funklöchern an das Bundesverkehrsministerium sowie die jeweiligen Mobilfunkbetreiber schicken. Die Liberalen hatten im vergangenen Jahr eine Initiative gestartet, bei der die Erzgebirger aufgerufen worden waren, auf der Internetseite www.funkloch-erz.de Funklöcher zu melden.

Auch in Berlin ist man sich des Problems bewusst, das es nicht nur im Erzgebirge gibt. Im Juli endete ein Spitzentreffen von Politik und Mobilfunkkonzernen bei Bundesinfrastrukturminister Andreas Scheuer (CSU) mit einer Absichtserklärung. Ziel ist es demnach, bis Ende 2021 durch neu zu errichtende Mobilfunkstandorte 99 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland zu versorgen. Bis Ende Oktober 2018 soll zudem eine "Funkloch-Melde-App" eingerichtet werden. Den erzgebirgischen Liberalen dauert das alles jedoch zu lange. "Wir helfen dem Bundesverkehrsminister dabei und übergeben ihm unsere Vorarbeit, mit der Forderung, im Erzgebirgskreis jetzt und nicht erst in einem Jahr mit dem Ausbau zu beginnen", so Kreis-FDP-Chef Heiko Schmuck. Das Erzgebirge sei eine wirtschaftlich starke und touristisch hochinteressante Region und benötige in Unternehmen, Schulen und weiteren Einrichtungen jetzt schon sehr gute Breitbandversorgung sowie ein durchgehendes Mobilfunknetz. Den bisherigen Ausbaustand bezeichnet Schmuck als "mehr als unbefriedigend". Vielmehr müsse die Region Vorreiter beim Netzausbau werden.

Heute wollen die Liberalen die Liste dann samt ihren Forderungen an Ministerium und Betreiber versenden. Da es ihnen zu heikel ist, das via Internet zu tun, soll das Ganze per Post erfolgen. (mit dpa)

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