Gefahren unter Straße werden beseitigt

Bevor Ehrenfriedersdorf die Auffahrt zum Sauberg saniert, wird das Oberbergamt aktiv. Bergbau früherer Zeiten hat Spuren hinterlassen.

Ehrenfriedersdorf.

Von der Bundesstraße 95 abzweigend führt die Saubergauffahrt bis zum Besucherbergwerk hinauf. Der Zustand der Straße ist schlecht, seit Langem plant die Stadt Ehrenfriedersdorf, diese zu sanieren. Doch bevor Bauarbeiter loslegen können, muss zunächst unter Tage einiges passieren. Aus diesem Grund hat das Sächsische Oberbergamt Sanierungsarbeiten ausgeschrieben. Noch in diesem Monat soll die Vergabe erfolgen und dann sollen nahtlos die Arbeiten beginnen, sagt Abteilungsleiter Tobias Dressler. Laut Zeitplan sollen die Sicherungsmaßnahmen in nur zwölf Wochen abgeschlossen sein.

Die Auffahrt zum Sauberg, die Werkstraße genannt, führe über stark vom Altbergbau beeinflusste Gebiete. "Dabei überquert die Straße mehrfach die Ausrissbereiche verschiedener Erzgänge." Historisch seien diese Erzgänge zunächst von der Tagesoberfläche aus aufgeschlossen und abgebaut worden, ehe es zum Tiefbau ging. Zurückblieben vollständig abgebaute Gangbereiche, die unkontrolliert mit Abraummaterial verfüllt wurden. Technisch bedingt blieben Hohlräume zurück, so Tobias Dressler. "Bei Versagen des alten Holzausbaus kommt es dann zu Senkungen und Tagesbrüchen." Mehrere solcher Schadensereignisse seien dokumentiert. "Ein über mehrere Jahrzehnte durchgeführtes Messprogramm dokumentierte permanente Bodenbewegung."

Um Gefährdungen zu minimieren, seien in der Vergangenheit bereits in einigen Bereichen Sicherungsarbeiten erfolgt. So wurde beispielsweise in den 1970er-/1980er-Jahren zwischen Kulturhaus Richtung Aufbereitung - auf dem Areal befindet sich heute das Gewerbegebiet - eine Spannbetonplatte errichtet. 2006 erfolgte im Bereich der B 95 am Abzweig Werkstraße eine weitere Sicherung. Nun hat das Oberbergamt zwischen Abzweig B 95 und Parkplatz am Besucherbergwerk vor allem vier Gefährdungsbereiche im Blick. Im Bereich der Einmündung Sauberstraße kreuze der "Prinzler Gangzug" die Werkstraße. Gangbereiche sollen dort freigelegt und im tagesoberflächennahen Bereich mit einem Betonbauwerk gesichert werden.

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