Geheimrezept: Melonen mögen keine "kalten Füße"

Gartenmeisterschaft: Als Kind hat Bekim Bajra die süßen Früchte im Kosovo geerntet. Heute züchtet er sie im heimischen Garten in Zschopau. Nicht immer war es mit der Ernte so gut bestellt wie in diesem Jahr.

Zschopau.

Im Garten von Bekim Bajra erinnert alles an südliche Gefilde. Die Sitzgruppe vor der kleinen Gartenlaube wird von rotem und weißem Wein umzäunt. Nur einen Steinwurf entfernt wachsen kleine Wassermelonen, scharfer Südlandpaprika und indische Okra-Schoten, wie er sie schon als Kind in seiner Heimat als Gemüse oder Eintopf gern gegessen hat.

Als Zehnjähriger kam Bekim Bajra mit seiner Familie aus dem Kosovo ins Erzgebirge. "Wir hatten im ehemaligen Jugoslawien ein großes Grundstück mit all dem südländischen Obst und Gemüse, auf das ich und meine Familie auch hier nicht verzichten möchten", berichtet der 37-Jährige, der in der Zschopauer Gartensparte "Am Südhang" eine Parzelle bewirtschaftet.

Nicht immer war es mit der Ernte so gut bestellt wie in diesem Jahr. "In Deutschland herrscht richtiger Balkan-Sommer, da wachsen auch meine Zuckermelonen bis zur Reife", freut sich der Zschopauer und öffnet stolz sein Foliengewächshaus. Eine Hitzewelle kommt dem Besucher entgegen. Genau diese Wärme ist es, die der aus den Tropen und Subtropen stammenden Pflanzenart in den zurückliegenden Jahren im Erzgebirge gefehlt habe. "Lediglich zwei Honigmelonen konnten wir im letzten Sommer ernten."

Dabei hat sich der Hobbygärtner ausgiebig mit dem Kürbisgewächs beschäftigt. "Den ersten Versuch habe ich vor drei Jahren mit veredelten und angeblich besonders widerstandsfähigen Pflanzen gestartet", berichtet er. Doch der Erfolg blieb aus. Dann ließ sich Bekim Bajra Samen aus seiner alten Heimat schicken und befolgte genau die Anweisungen erfahrener Gärtner. Die Anzucht erfolgte in den Monaten März und April auf dem heimischen Küchenfenster. Als dann schon im Mai die Sonne kräftig schien, fanden die Pflanzen ihren Platz im Gewächshaus. "Wichtig ist besonders die Zusammensetzung der Erde", erklärt der Maschinenbauer und beschreibt eine Mischung aus Mist, Gartenkompost und frischer Erde. "Dann heißt es eigentlich nur noch, früh und abends kräftig gießen und hoffen, dass der Maulwurf fern bleibt." Das Wasser aus seinem Regenfass ist bei der derzeitigen Trockenheit allerdings schon lange verbraucht. Bei Frischwasser sei nun darauf zu achten, dass es abgestanden und von der Sonne etwas aufgewärmt zugegeben werde. "Kalte Füße mögen die Melonenpflanzen gar nicht."

Acht Honigmelonen warten derzeit auf die Ernte. Schon vor einem Monat hat sie Bekim Bajra in Plastiknetzen aufgefangen. Über den Verzehr der süßen Früchte muss sich der Familienvater übrigens wenig Sorgen machen. "Darum kümmern sich meine drei Töchter und die beiden Jungs."


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Anmeldungen nimmt die "Freie Presse" in Marienberg, Töpferstraße 17 (Telefonnummer 03735 916513345 und per E-Mail unter der Adresse red.marienberg@freiepresse.de) sowie in Zschopau, Ludwig-Würkert-Straße 2 (Telefonnummer 03725 348413644 und per E-Mail unter red.zschopau@freiepresse.de) entgegen. Anmeldeschluss ist am 13. September dieses Jahres (Es gilt das Datum des Poststempels).

Die Teilnehmer der Gartenmeisterschaft erklären sich mit ihrer Anmeldung einverstanden, dass ihre Zusendungen kostenfrei veröffentlicht werden. Das gilt auch für Online-Publikationen. Bilder müssen Namen und Anschrift des Fotografen tragen und frei von Rechten Dritter sein.

Bei einer Prämierung dürfen Daten und Bilder an den Sponsor RHG Erzgebirge weitergegeben werden. Die Teilnehmerdaten werden mit Name, Anschrift, Datum und Gewinnspielbezeichnung ausschließlich zum Zweck der Ziehung der Gewinner dieses Gewinnspiels erhoben und gespeichert.

Nach der Ziehung und Benachrichtigung der Gewinner werden sämtliche Teilnehmerdaten gelöscht. Ausgenommen sind die Daten der Leser, deren Fotos veröffentlicht wurden. Diese müssen für die Dauer der handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert bleiben. Eine Weitergabe an Dritte zu anderen Zwecken ist ausgeschlossen.

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