Gelenauer Karnevalisten freuen sich über neues Brettspiel

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Um die Faschingswette zu gewinnen, hat Gelenaus Bürgermeister Knut Schreiter tief in der Historie seines Ortes gestöbert.

Gelenau.

Selten haben Verlierer so zufrieden gewirkt wie Yannic Cyffka. Statt Bürgermeister Knut Schreiter beim Backen zuzuschauen und anschließend genüsslich dessen Pfannkuchen zu verzehren, muss der Präsident des 1. Gelenauer Carnevals-Clubs nun selbst für die Leckereien aufkommen. "Am 20. Februar wird unser Verein den Kunden in den Gelenauer Bäckereien jeweils vier Pfannkuchen sponsern", erläutert Cyffka die Einlösung der Faschingswette, die wieder einmal vom Bürgermeister gewonnen wurde. Enttäuschung gab es aber auf keiner Seite, denn entstanden ist ein neues Brettspiel mit allerlei Informationen über Gelenau.

38 Felder hat "De Räs durch Gäln" zu bieten. Die darauf abgebildeten Sehenswürdigkeiten der Kommune zu benennen, gehört zu den leichteren Aufgaben. Denn es gibt ja noch die 30 Ereigniskarten, die beim Würfeln einer "3" zusätzliche Herausforderungen bereithalten. "Alles dreht sich ums Thema Heimatkunde", sagt Knut Schreiter, der mit seinem Helferteam nicht nur tief in der Gelenauer Historie gestöbert hat. Auch in geografischer und kultureller Hinsicht ist enormes Wissen gefragt, um mit seiner Spielfigur als Erster das Ziel zu erreichen. Wer sich zum Beispiel nicht mit dem Refrain der Gelenauer Hymne oder dem höchstgelegenen Punkt im Ort auskennt, hat schlechte Karten. Auch das Adelsgeschlecht, das über Jahrhunderte hinweg im Ort präsent war, sollte genannt werden, um nicht aussetzen zu müssen.

Verantwortlich für diese außergewöhnliche Reise durch Gelenau ist laut Schreiter die "Kreativabteilung" des Rathauses. Gemeint sind vor allem Nancy Müller und Stephanie Wolf aus dem Kulturamt, die nach dem Verkünden der Faschingswette im November zusammen mit dem Bürgermeister die Köpfe rauchen ließen. Dabei entstanden viele Ideen, die in einer gelungenen Optik des Spielbretts sowie in interessanten und abwechslungsreichen Fragen mündeten.

Die 20 Spiel-Exemplare der ersten Edition sind bereits verkauft, womit Schreiter auch den zweiten Teil der Wette erfüllt hat. Deswegen lehnt sich der Bürgermeister aber nicht zufrieden zurück. Stattdessen will er nachlegen. Nicht nur für die 1800 Gelenauer Haushalte gehöre es einfach dazu, dieses Spiel im Regal stehen zu haben. Auch über die Ortsgrenzen hinaus tauge "De Räs durch Gäln" als Marketing-Instrument. Zwar schmunzelt das Gemeindeoberhaupt bei dieser Ansage, doch könnte das Spiel in seinen Augen tatsächlich der Öffentlichkeitsarbeit helfen. "Ohne die Narren wären wir nichts", dankt Schreiter dem Carnevalsverein für dessen Anstoß. "Für uns ist die Wette nicht nur Jux und Dollerei. Es soll auch immer etwas für den Ort entstehen", betont Yannic Cyffka, der die Kreativität und das frische Aussehen des Spiels lobt.

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