Gelenauer Modellbahner zeigen unvollendetes Werk

Die neue Ausstellungs- saison beginnt im Haus der Jugend und Kultur. Allerdings macht der Strom manchmal, was er will. Ein Anlagenbauer ist sich jedoch sicher, dass er das noch hinbekommt.

Gelenau.

Strom geht manchmal seltsame Wege, sagt Steffen Dittrich und begibt sich weiter auf die Suche. Irgendwo sei der Fehler versteckt, meint der Chemnitzer und erzählt davon, dass es doch eine zweikreisige Anlage sei, an der er gerade werkelt, und dass er nicht verstehe, warum Strom, den er auf einen Kreis gebe, plötzlich am anderen anliege: "Das bekomme ich bis zur Ausstellung schon noch raus."

Der Modelleisenbahnclub Gelenau startet am Samstag in die Ausstellungssaison. Dabei gibt es nicht nur die fertige Anlage zu bestaunen. "So richtig fertig ist eine Anlage nie, denn es gibt immer was zu tun", sagt Heinz Rockstroh, der ehemalige Vorsitzende des Clubs. Sein Nachfolger Steffen Dittrich ist schon seit 1987 Mitglied bei den Gelenauer Modelleisenbahnern und hat sämtliche Entwicklungs- und Baufortschritte des Vereins mitgemacht. "Bei unserer ersten Ausstellung haben wir eine unfertige Anlage gezeigt, da sah es genau so aus wie bei der jetzigen, die ab Wochenende zu sehen ist. So eine Anlage fällt ja nicht vom Himmel und ist plötzlich da. Da gibt es zahlreiche Arbeitsschritte und es müssen viele Arbeitsstunden erbracht werden", erläutert Steffen Dittrich sein Anliegen, auch mal etwas Unfertiges zu zeigen.

Der Modellbauer muss bei seiner Arbeit viele Gewerke beherrschen: Er muss Landschaftsarchitekt sein und Städteplaner, er muss Gleise und Strom verlegen können, Gärtner und Straßenbauer sein und sich seit einigen Jahren mit der Digitaltechnik auskennen.

"Es werden wieder Väter mit ihren Söhnen die Ausstellung besuchen und Großväter mit ihren Enkeln. Vielleicht bekommen sie von uns Anregungen zum Selberbasteln - oder noch besser Lust, bei uns mitzumachen", hofft der 56-Jährige auch auf neue Mitglieder für seinen Verein.

Als nächster Arbeitsschritt nach dem Finden des Stromlecks steht bei Dittrichs Anlage der Einbau der Weichenantriebe an. Fernziel: Zwölf Züge sollen auf zwei Kreisen fahren. Eine Scheibe aus Hobbyplast will er einbauen, wo die Züge mittels Gleiswendel hinauf- und hinunterfahren.

Der Erzgebirgische Modelleisenbahnclub Gelenau startet am Wochenende im Haus der Jugend und Kultur in die Ausstellungssaison. Geöffnet ist am 12. Oktober von 13 bis 18 Uhr und am 13. Oktober von 10 bis 18 Uhr.

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