Gelenauer pflegen seit 50 Jahren Liebe zu Fußball und Geselligkeit

Aus einer Laune beim Kartenspielen entstanden, ist die Volkssportgemeinschaft "Grüner Baum" ein fester Bestandteil der Vereinslandschaft des Ortes geworden. Und manchmal sind auch Frauen dabei.

Gelenau.

Im Frühjahr 1967 hat eine reichliche Handvoll Gelenauer beschlossen, montags abends nicht mehr nur Karten zu spielen, zu Knobeln und dabei Bier zu trinken. Lieber wollten sie etwas Sinnvolles für die Gesundheit zu tun. Damals ahnten die Männer nicht, dass sie mit dieser Idee den Grundstein für eine langjährige Gemeinschaft legten. Im Jahr darauf war es soweit: 1968 wurde in der Gaststätte "Grüner Baum" die Volkssportgemeinschaft gleichen Namens gegründet.

"Wir wollten nichts profimäßiges, haben mit sechs Mitgliedern begonnen. Wir verzeichneten jedoch schnell großen Zulauf", erinnert sich Gründungsmitglied Siegfried Röhlig, der lange Jahre die Gemeinschaft leitete. "Und wir waren schnell erfolgreich, zählten in Spitzenzeiten 65 Mitglieder." Sonntags wurden jährlich rund 12 Spiele gegen andere Freizeitmannschaften absolviert, in vielen Stunden der obere Fußballplatz hergerichtet und mit dem ehemals von den Turnern genutzten Gebäude in Eigeninitiative aus der ehemaligen Unterkunft der Turner ein schmuckes Vereinsheim geschaffen. Sogar mit einer Fußballmannschaft aus dem tschechischen Dìèín gab es regen Kontakt - unter nicht immer einfachen politischen Verhältnissen, erinnert sich der Gelenauer.

Sportplatz und Vereinsstätte werden auch heute noch mit großem Engagement der Mitglieder sowie Unterstützung von Gemeinde und Sponsoren in Ehren gehalten, versichert Siegfried Röhlig: "Deshalb verfügen wir auch über ein perfektes Sportlerheim." Vom Gründungslokal "Grüner Baum" hingegen ist nur noch der Name geblieben.

Und es gibt noch einiges mehr, was nicht mehr so wie vor 50 Jahren ist, meint der 78-Jährige: "Keine Frage: Die Qualität der Spiele hat sich aufgrund des nunmehrigen Mitwirkens ehemaliger Aktiver verbessert. Und selbstverständlich wird nach dem Training montags auch jetzt noch ein Bier getrunken, Karten gespielt, und es werden Witze erzählt. Aber spätesten 21.30 Uhr ist damit Schluss. Da ging es früher erst so richtig los."

Einst als Verein für Männer ab einem Alter von 35 Jahren gegründet, ist das jüngste der derzeit 33 Mitglieder gerade mal 28 Jahre alt, sagt Vorstandsmitglied Matthias Müller, der der Gemeinschaft seit 1996 angehört: "Zum Training sind wir meist knapp ein Dutzend Sportfreunde, und wir freuen uns über die Unterstützung der alten Herren des Ballsportvereins. Denn mit nur acht richtig aktiven Spielern könnten wir allein nicht auflaufen." Was sich jedoch nicht geändert hat: Die Männer sind beim Fußballspielen, anschließenden Klönen und sogar beim zweimal jährlichen Saukopfessen und zu Himmelfahrt immer noch unter sich. "Zu Ausfahrten und Weihnachtsfeiern sind uns Frauen und Kinder aber durchaus willkommen. Es sind auch viele Freundschaften zwischen Spielerfrauen entstanden", bekräftigt der 39-Jährige.

Siegfried Röhlig ist dem Verein auch heute noch verbunden. Aus gesundheitlichen Gründen ist er zwar nicht mehr aktiv, aber dennoch bei jedem Spiel und mitunter auch beim Training dabei. Und er hat den Überblick über alles, was sich im Verein ereignet hat. Wer wann wo gespielt hat und welche Ergebnisse erzielt wurden - Siegfried Röhlig hat alles aufgeschrieben.


Auch an die Jüngsten ist gedacht

Freitag

17.30 Uhr Eröffnung des Festzeltes auf dem Sportplatz an der August-Bebel-Straße mit anschließendem Kleinfeldturnier.

Samstag

14.30 Uhr Festzeltbetrieb und Ortsmeisterschaften der Vereine und Firmen. Anschließend findet ein Stammtisch der Gründungsmitglieder und ehemaligen Spieler der VSG "Grüner Baum" statt. Auf die Jüngsten warten eine Hüpfburg und Kinderschminken.

20 Uhr Tanz mit Livemusik der Band Hasty Friday.

22 Uhr Wettbewerb im Elfmeter-Schießen für jedermann.

Sonntag

9.30 Uhr Frühschoppen.

Freier Eintritt zu den Veranstaltungen.

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