Gemeinde bereitet Abriss des alten Konsums vor

Der Großrückerswalder Rat hat beschlossen, das Grundstück samt Brache in Niederschmiedeberg zu erwerben. Für einen weiteren Schandfleck stehen die Chancen weniger gut.

Niederschmiedeberg.

Der ehemalige Konsum im Ortsteil Niederschmiedeberg ist ein Dauerthema in Großrückerswalde. Gemeinderat Wolfgang Schönherr (CDU) wies schon mehrfach auf den Schandfleck hin. "Jetzt scheint es eine Lösung zu geben", sagt Bürgermeister Jörg Stephan (CDU) über das baufällige Gebäude. Nach einigen Schriftwechseln zwischen Verwaltung und Eigentümer habe sich der Besitzer nun einverstanden erklärt, die Schrottimmobilie an die Gemeinde für einen Euro zu verkaufen, ergänzt Sachgebietsleiter Sebastian Hilbert.

Noch fehlt zwar die Unterschrift des Eigentümers. Doch der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung bereits einstimmig den Beschluss gefasst, Grundstück samt Brache zu erwerben. "Damit hat das leidige Thema ein Ende", betont Bürgermeister Stephan. Als nächstes soll ein Notartermin vereinbart werden, um den Kauf endgültig zu besiegeln.


Die Abrissplanung wiederum ist schon in Auftrag gegeben, sagt Verwaltungsmitarbeiter Hilbert. Neben dem ehemaligen Konsum sollen auch die beiden auf dem Grundstück befindlichen Garagen abgerissen werden, da sie ebenfalls baufällig sind, so Bauamtsleiter Thomas Hermann. Der Schandfleck werde beräumt und das Areal in der Ortsmitte ansprechend gestaltet, ergänzt Hilbert. Wann genau der Abriss beginnt und wie das Gelände danach aussehen wird, sei noch offen.

Fest steht, dass sich die Kosten auf geschätzte 141.000 Euro belaufen werden. Der Abbruch wird mit fast 127.000 Euro bezuschusst. Der Fördermittelantrag sei fristgerecht eingereicht worden, sagt Hilbert.

Doch Gemeinderat Ulrich Wemmer (parteilos/Mandat FDP) sieht hinsichtlich der Brachenbeseitigung ein noch größeres Problem auf die Gemeinde zukommen. Das ehemalige DKK-Kühlschrankwerk gegenüber des alten Konsums befindet sich ebenfalls in einem desolaten Zustand. Bürgermeister Stephan macht wenig Hoffnung, dass auch dieser Schandfleck beseitigt werden kann. "Wir haben keine Einflussnahme", betont der Ortschef. Grund: Das Grundstück befindet sich ebenfalls in Privateigentum. Und solange von der Immobilie keine Gefahr ausgeht, können weder Landratsamt noch Gemeinde eingreifen.

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