Grenze verläuft nicht mehr durchs Bad

Der Handel zwischen Börnichen und Krumhermersdorf ist perfekt. Die Rechtsaufsicht hat gegen den Tausch von Flurstücken nichts einzuwenden.

Börnichen/Krumhermersdorf.

Das Krumhermersdorfer Bad liegt nun wirklich in dem Zschopauer Ortsteil. Bisher gehörte die Hälfte zu Börnichen. Denn die Gemarkungsgrenze führte mitten durchs Becken. Und die Bewohner Am Hölzel 8 in Krumhermersdorf sind nun echte "Suppenländer". Denn obwohl sie eine Krumhermersdorfer Anschrift besitzen und die Zufahrt nur von dem Zschopauer Ortsteil aus möglich ist, wohnten sie bislang auf Börnichener Flur.

Möglich gemacht hat das ein Tausch von Flurstücken zwischen beiden Orten, was zu einer Änderung der Gemarkungsgrenzen führte. Somit konnten die bislang Börnichener Flurstücke "Am Hölzel" (Flurstücknummer 477/2) und "Am Freibad" (299 und 302/2) in die Gemarkung Krumhermersdorf eingegliedert werden. Börnichen erhielt für die zusammen reichlich 12.000 Quadratmeter großen Flächen zwei Flurstücke (737 und 746) der Gemarkung Krumhermersdorf. Dabei handelt es sich um zwei Felder gegenüber der Bornwaldschänke - insgesamt knapp 25.000 Quadratmeter Ackerland.


Eingerührt worden war der Flächentausch bereits 2015 vom damaligen Zschopauer Oberbürgermeister Klaus Baumann und von Eckhard Börner, seinerzeit Vorsitzender des Verwaltungsverbandes Wilden-stein, dem Börnichen angehört. "Um Ordnung herzustellen", so Baumann damals - und um die Chancen zu erhöhen, dass das letzte Stück der maroden Zufahrt Am Hölzel auf die Straßenbau-Prioritätenliste Krumhermersdorfs gesetzt und eines Tages saniert werden kann.

2016 wurde die von der Stadt Zschopau beantragte Gebietsänderung dann sowohl vom Stadtrat als auch vom Gemeinderat Börnichen beschlossen. Daraufhin reichten beide Kommunen einen gemeinsamen Antrag im Landratsamt ein. Bis die zuständigen Gremien über den Gebietsaustausch entschieden hatte, verging einige Zeit.

Ende April 2019 lag die von der Rechtsaufsichtsbehörde geprüfte Vereinbarung zur Einsicht im Rathaus aus. Eingaben von Bürgern habe es nicht gegeben, sagt Börnichens Bürgermeister Frank Lohr. Zur jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die Unterzeichnung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung über die Gebietsänderung einstimmig beschlossen. Damit ist der Tauschhandel nun perfekt.

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