Großrückerswalde: Sportlerheim ist wiedereröffnet

Lange war seine Zukunft unklar, doch jetzt stehen die Zeichen auf Zukunft: Bis 2021 reichen die Reservbierungen.

Großrückerswalde.

Der Klubraum ist gut besucht gewesen, als Frank Tippmann vom Vorstand des SV Großrückerswalde einen kurzen Abriss zur Geschichte des nunmehr sanierten Sportlerheims lieferte. Mehrere Sektionen saßen an den Tischen und genossen auch danach noch ein Bier und etwas zu essen.

"Der neue Klubraum ist sehr schön geworden. Hier können wir nach dem Training auch noch gemütlich beisammen sitzen und gemeinsam Fußball schauen", sagte Patrick Schuster aus der ersten Fußballmannschaft.


Bertram Thiele hat beim Ausbau mitgeholfen. "Die Arbeit hat sich gelohnt, auch wenn es eine ganz schön hektische Zeit gewesen ist", sagte er am Freitagabend. Nun muss der Verein das neue Domizil pflegen und mit Leben erfüllen. Zur Pflege hat sich vor allem schon die Abteilung Fußball bereit erklärt. Fest steht auch, dass der Clubraum sowohl zum Wandertag als auch zum Gassenlauf als Technikzentrum dienen soll. Außerdem gibt es bereits jetzt etwa 20 gebuchte Termine für Feiern und Veranstaltungen. Die Reservierungen reichen sogar bis ins Jahr 2021.

In den vergangenen Jahren wurde das Sportlerheim von der Gemeinde umfassend saniert. "Seit 2012 haben wir rund 100.000 Euro investiert", sagt Kämmerer Heiko Lutter. Unter anderem wurden die Duschen erneuert, das Dach gedämmt, moderne Elektrik verlegt, die Heizung instand gesetzt, der Eingangsbereich saniert und der komplette Gastraum auf Vordermann gebracht. Zudem wurde eine hochwertige Gastronomie-Küche von der alten Brauerei aus dem ehemaligen Gasthof Weißer Hirsch im Sportlerheim eingebaut.

Allein im vergangenen Jahr steckten Mitarbeiter des Bauhofs etwa 280 Arbeitsstunden in die Erneuerung. Unterstützt wurden sie dabei von den Mitgliedern des SV Großrückerswalde. Insbesondere die Fußballer, die die Anlage hauptsächlich nutzen, beteiligten sich an dem Bau, sagt SV-Vorstandsmitglied Stefan Pechfelder.

Seit dem 1. Januar 2017 gilt nun der Pachtvertrag zwischen den Sportlern und der Gemeinde. Der Verein zahlt zwar keine Pacht, muss dafür aber die kompletten Betriebskosten tragen. Hinzu kommen die Kosten für Wasser und Strom am Kunstrasenplatz. "Uns wurde allerdings bei Abschluss des Pachtvertrages die Möglichkeit eingeräumt, bei Bedarf einen Zuschuss zu den Betriebskosten beantragen zu können. Zahlen liegen hierzu allerdings nicht vor", erklärt Vorstand Pechfelder.

Mit den neuen Pächtern ist auch die lange Zeit unklare Zukunft des Sportlerheims geklärt. Seit Anfang 2015 stand das kommunale Gebäude leer, nachdem zuvor der Pächterin gekündigt worden war. Damit war sie aber offenbar nicht einverstanden. Gegen die Kündigung reichte sie vor dem Amtsgericht Marienberg Klage ein - und unterlag. Das Gericht entschied, dass die Kündigung rechtens gewesen sei und verpflichtete die Betreiberin zur Räumung des Hauses. Auch in einem Widerspruchsverfahren vor dem Landgericht unterlag die frühere Pächterin und übergab das Gebäude zum Ende des Jahres 2015 schließlich der Gemeinde.

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