Grubenwehr rettet Kälbchen in Erla-Crandorf

Schreck: Tierischer Nachwuchs rutscht plötzlich in ein Loch

Erla-Crandorf.

Es ist die Rettungsaktion der vergangenen Woche: Ein erst wenige Stunden altes Kälbchen in Erla-Crandorf war in ein Loch gefallen, das einst für den Bergbau gegraben worden war. "Gut 20 Meter ging's dort runter", sagt André Thiele, zu dessen Tierbestand - 60 Rinder, davon 13 Jungtiere - der Neuling gehört. "Die Jungtiere suchen sich nach der Geburt gern ein ruhiges Plätzchen zum Ausruhen", sagt er. Dass der Untergrund nachgab und das Tier abgerutscht ist, war ihm aufgefallen, weil die Kuh sehr nervös geworden sei.

"Das Tier da allein rauszuholen, war aussichtslos", erklärt Thiele. Zunächst holt er sich Rat bei der örtlichen Feuerwehr. Schwarzenbergs Stadtwehrleiter Lars Wagner konnte helfen und vermittelte ein kleines Einsatzteam von der Grubenwehr der Wismut. Deren Oberführer Tino Zupp kam mit "kleinem Besteck" und seilte sich versiert in den Schurf ab. "Wir hatten Glück, dass das Kälbchen erst zwei Tage alt war. Da sind die Knochen noch sehr weich, und das Tier hat sich auch kaum gewehrt", so Zupp. So konnte er es in einen stabilen, breiten Rettungsgurt packen, mit dem das Kälbchen dann vorsichtig nach oben gehievt wurde.

Torsten Kleditzsch

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Der Sicherung von Mensch und Tier bei der Aktion diente ein Bagger. An diesem wurden die Seile befestigt. Dem Kälbchen sei nichts passiert. "Es geht ihm gut", beruhigt der Landwirt. Viel mehr beschäftigt ihn die Tatsache, dass diese offenen Stellen nur mit etwas Stacheldraht umzäunt und somit kaum gesichert seien. "Und solche Löcher gibt es hier etliche." Nicht auszudenken, wenn ein Kind da reinfallen würde.

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