Hexen wollen Kinder in ihren Bann ziehen

Das Thema der diesjährigen Märchennacht auf Schloss Wildeck mag schaurig anmuten. Jedoch verspricht die Zschopauer Veranstaltung in erster Linie viel Spaß.

Zschopau.

Langeweile konnte während der Sommerferien auf Schloss Wildeck nicht aufkommen, denn jeden Mittwoch gab es dort ein spezielles Angebot für Kinder. Nachdem sich 55 junge Besucher in dieser Woche beispielsweise mit dem traditionellen Handwerk beschäftigt haben, soll kommenden Mittwoch mit der Märchennacht der krönende Abschluss folgen. Um ein buntes Programm auf die Beine zu stellen, wurden die Kräfte gebündelt. Neben dem Jugendclub High-Point und der Stadtverwaltung kümmern sich auch der Heimatverein sowie der Förderverein des Schlosses um die Organisation.

Dass unter anderem Carmen Seifert ihre Kontakte spielen ließ, hat sich ausgezahlt. Fünf Hexen haben bereits ihr Kommen zugesagt - und für jede von ihnen wird es eine eigene Station geben, an der die jungen Teilnehmer ab 18 Uhr Geschicklichkeit und Wissen unter Beweis stellen müssen. "Oben auf dem Dicken Heinrich wartet zum Beispiel die Hexe Durtro, mit der die Kinder einen Rapunzel-Salat zubereiten werden", sagt Carmen Seifert. Das Angebot, das sie und ihre rund 20 Helfer auf die Beine gestellt haben, richtet sich an Mädchen sowie Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren und bezieht einige Märchen ein. So wie "Des Teufels Großmutter", die sich mit ihren Besuchern um einen speziellen Zaubertrank kümmern wird. Bei der Hexe Baba Jaga müssen sich die Kinder auf Spinnen gefasst machen. Die böse Dame aus "Hänsel und Gretel" darf natürlich nicht fehlen. Und wie im Märchen wird sich bei ihr alles um Pfefferkuchen drehen.


Mit Maleficent wird auch eine dunkle Fee dabei sein, die erst in der jüngeren Vergangenheit durch einen Fantasy-Film Bekanntheit erlangt hat. Sie steht symbolisch für den modernen Touch, den die Zschopauer Organisatoren ihren Veranstaltungen auf dem Schloss verpassen möchten. Bestes Beispiel für diese Entwicklung ist wohl der "Spuk im Schloss", der zuletzt immer rund um Halloween die junge Generation faszinierte. Allerdings wird es den Spuk diesmal nicht geben, wie Carmen Seifert sagt. "Der Aufwand, zwei solch große Projekte auf die Beine zu stellen, ist einfach zu groß. Beim Spuk haben allein das Auf- und Abbauen jeweils rund eine Woche gedauert", berichtet die Mitorganisatorin vom Förderverein. Diesmal gilt also die volle Konzentration der Märchennacht, die mit dem Backen von Stockbrot und einer Feuershow gegen 22 Uhr zu Ende gehen wird. "Wer will, kann auch im Schloss übernachten", ergänzt Carmen Seifert.

Anmeldung Wünschenswert ist laut Veranstalter, Kinder vorher im Jugendclub High-Point (Telefon 03725 6744) anzumelden. Doch auch wer abends vor Ort erscheint, darf gern teilnehmen.

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