In der Kämmerei startet die Aufholjagd

Jahresrechnungen bis 2018 sollen in Zschopau mit nächstem Etat vorliegen

Zschopau.

Die Aufholjagd beim Erarbeiten der ausstehenden Schlussrechnungen zu den Haushaltsplänen hat begonnen. Die Kämmerei der Zschopauer Stadtverwaltung will sich dieser Herausforderung stellen. Das hat Kämmerin Nicole Blank zur jüngsten Ratssitzung deutlich gemacht.

Bis Ende Januar 2020 muss zunächst die Jahresrechnung für 2014 vorliegen - eine von zwei Auflagen, die die Kommunalaufsicht im Landratsamt an den Bescheid zum aktuellen Doppelhaushalt 2019/20 geknüpft hat. Die Rechnung werde in diesem Monat erstellt und bis Januar dem Rat vorgelegt, sagte Nicole Blank. Alle weiteren Jahresrechnungen bis 2018 sollen mit dem nächsten Doppelhaushalt 2021/2022 fertig werden, plant die Kämmerei der Stadtverwaltung.

Schlussrechnungen belegen, wie eine Kommune im Haushaltsjahr tatsächlich gewirtschaftet hat und offenbaren Differenzen zum aufgestellten Plan. Warum ist Zschopau damit nun ins Hintertreffen geraten? Zum einen blieb 2017 wegen krankheitsbedingter Ausfälle und Personalwechsels Arbeit liegen. Erst im Februar 2018 konnte die Amtsleiterstelle neu besetzt werden. Zuvor bescherte die Einführung des betriebswirtschaftlichen Systems der doppelten Buchführung im Jahr 2013 der Stadtverwaltung einen erheblichen Mehraufwand. Als erfüllende Kommune der Verwaltungsgemeinschaft mit Gornau ist die Kämmerei zugleich für das Aufstellen der Haushaltspläne und Jahresrechnungen der Nachbargemeinde zuständig.

Mit dem Rückstand steht Zschopau jedoch nicht allein da. Obwohl der Gesetzgeber die Vorlage der Jahresrechnung im Folgejahr verlangt, sind derartige Außenstände auch in anderen Kommunen durchaus üblich, bestätigte im Frühjahr die für die Jahresrechnung 2013 bestellte Wirtschaftsprüferin.

Etwas Luft für das Aufstellen der Jahresrechnungen soll dem Rathaus der neu eingeführte Doppelhaushalt verschaffen. Wenngleich im kommenden Jahr auch ein Nachtragsetat fällig sein wird - eine weitere Auflage der Kommunalaufsicht. Nicole Blank sprach hierbei allerdings von einer Formalie. Demnach schreibt der Gesetzgeber vor, dass jedes Haushaltsjahr mit einem Stellenplan zu unterlegen ist. Bislang sei das nur für dieses Jahr geschehen.

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