Initiative zeichnet ehrenamtliche Projekte aus

Der Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal hat zum dritten Mal einen Ideenwettbewerb ausgelobt. Nun wurden die Preise vergeben.

Lengefeld.

Zum dritten Mal hat der Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal in diesem Jahr einen Ideenwettbewerb ausgelobt. Unter dem Motto "Unser Verein für ein naturnahes Umfeld" konnten Projekte eingereicht werden, mit denen zur naturnahen Gestaltung des jeweiligen Ortes beigetragen und zugleich die Qualität der Gemeinschaft im ländlichen Raum erhöht wird.

Im Rahmen einer Auszeichnungsveranstaltung wurden Vertretern der Vereine am Montagabend in Lengefeld die Preise überreicht. "Es wurden 20 Projekte eingereicht, die 2019 bereits verwirklicht worden sind oder in diesem Jahr noch umgesetzt werden. Diese wurden von einer Jury bewertet und mit Prämien zwischen 500 und 900 Euro bedacht. Insgesamt betrug das Preisgeld 13.300 Euro", sagt Regionalmanagerin Andrea Pötzscher. Sie nennt als weitere Ziele des Wettbewerbs die Stärkung der Selbstverantwortung und des Umweltbewusstseins von Bürgern und Vereinen sowie die Vernetzung von Vereinen und Einwohnern im Ort. Auch die Aufwertung des ländlichen Raumes durch Gestaltung eines naturnahen und nachhaltigen Umfeldes und die Werbung für die Vereinsarbeit stehen im Fokus. Folgende Vereine der Region haben Preise gewonnen:


SG Rotation Borstendorf, Abteilung Gymnastik: Der 1949 gegründete Verein zählt derzeit 290 Mitglieder; 40 davon in der Abteilung Gymnastik. Der bei sportlichen Aktivitäten im Freien festgestellte Müll und Hundekot missfiel den Aktiven. Es wurde bereits eine Sternwanderung zur Müllberäumung organisiert. Eine Sensibilisierung der Waldnutzer soll eine Steigerung der Attraktivität der Waldwege bewirken. Ein Hundekotbeutelspender soll noch installiert werden.

SV Einheit Börnichen: Um Kinder und Jugendliche vom Handy weg und hin zur Natur zu bringen, soll Tieren in freier Natur beim Überwintern geholfen werden. Dazu sammeln Kinder Bruchholz, bauen Futterhäuschen, sorgen im Winter für Futter. Auch ein Bauer soll bei der Heuernte unterstützt werden. Die Dorfbewohner können sich durch Futterspenden in das Projekt einbringen.

Wildensteiner Sportverein: Der Klub aus Grünhainichen will Wanderwege im Vereinsgebiet im Outdoorsportbereich besser für Kinder nutzbar machen. Es soll in Zusammenarbeit mit Vereinen, Firmen und Privatpersonen ein Teilstück des Schachwanderweges umgestaltet und mit sportlichen Hindernissen, die aus natürlichen Materialien bestehen, versehen werden. Der Weg soll familienfreundlich und wagentauglich sein.

Kultur & Natur Erzgebirge: Um Kinder vom Handy wegzulocken und den Wald "Heidberg" in Gornau zu schützen, wollen sich die aktuell elf Zschopauer Vereinsmitglieder mit anderen Initiativen vernetzen. Ziel soll es sein, Wald und Waldwege von Müll zu beräumen und damit vor allem Kinder und Jugendliche für Mülltrennung und -vermeidung zu sensibilisieren. Aus gefundenem, natürlichem Material soll ein Insektenhotel entstehen.

Grünhainichener Heimatverein: In Zusammenarbeit mit der Kita Holzwürmchen will der Verein etwas gegen abnehmende Flächen für Insekten und Vögel unternehmen. Dazu sollen Insektenhotels und Nistkästen gebaut und aufgestellt sowie Bienenweiden in der Gemeinde angelegt werden.

Pferd(er)leben - natürlich aktiv: Die Waldkirchener haben sich den natürlichen Umgang mit Pferden auf die Fahnen geschrieben. Um die durch witterungsbedingte Schäden eingeschränkte Nutzung des Waldes zu verbessern, fanden bereits im Mai Arbeitseinsätze statt, bei denen auch ein Erlebnispfad mit Erholungsplätzen für Mensch und Pferd angelegt wurde. Mit Kindern wurden Blühstreifen angelegt, Totholzhecken errichtet und Hindernisparcours für Mensch und Tier geschaffen.

Hopfgarten 2017: Um die Attraktivität des Großolbersdorfer Ortsteils zu erhöhen und zugleich das Umweltbewusstsein besonders von Kindern und Jugendlichen zu steigern, sollen Obstbäume am Spielplatz gepflanzt, Nistkästen, Insektenhotels sowie Infotafeln installiert werden. Veranstaltungen sollen das Projekt weiterführen und zur Vernetzung mit der örtlichen Grundschule und anderen Vereinen beitragen.

SV Großolbersdorf: Über mehr als 209 Mitglieder verfügt der 1870 gegründete Verein, der sich bereits seit Jahren bei der Aufforstung engagiert und 2017 mit dem Siegel "Umweltbewusster Verein" ausgezeichnet wurde. Im Rahmen eines Waldsubbotniks wurden im April im Börnicher Wald auf vier Hektar Sturmschäden beseitigt und Vorbereitungen zur Wiederaufforstung getroffen.

Förderverein Kita "Borstel": In dem Borstendorfer Verein engagieren sich 34 Mitglieder. Um den Lebensraum der Tier- und Pflanzenwelt zu verbessern sowie Wissen über Natur und Umwelt zu erlangen, soll aus einer 800 Quadratmeter großen Wiese eine Streuobstwiese entstehen, die zudem eine Blühwiese und einen Lesesteinhaufen beherbergt. Dazu werden im Herbst unter anderem sieben Obstbäume gepflanzt. Mit dem Aufstellen einer Infotafel sowie gemeinsame Ernte- und Pflegeaktionen von Kindern, Eltern und Bewohnern wird das Projekt weitergeführt.

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