Interview schlägt weiter Wellen

Regionalbauernverband setzt Frist für Antwort

Zschopau/Marienberg.

Das Interview "Ohne Glyphosat entsteht für uns ein Riesenproblem" vom 27. Juli mit Werner Bergelt, Geschäftsführer der hiesigen Regionalbauernverbände, schlägt weiter Wellen. Nachdem sich der Geschäftsführer des Vereins Pro Naturschutz Sachsen, Wolfgang Riether, gegenüber Bergelt in scharfer Rhetorik geübt und unter anderem eine "unheilvolle Allianz aus Agrar-Funktionären, Finanzhaien, Chemie- und Agrartechnik-Giganten" beklagt hat, die seit Jahren für die Zerstörung der Böden, die Erzeugung ungesunder Lebensmittel, Tierquälerei und rasantes Artensterben verantwortlich sei, geht der Streit nun in die nächste Runde.

"Mit Unmut und Zorn" hätten Landwirte reagiert, "die an 365 Tagen im Jahr verantwortungsbewusst ihre Tätigkeiten auf dem Feld und im Stall erledigen. Dabei die erzgebirgische Naturlandschaft schützen, erhalten und gestalten." Das konstatiert Jens Beyer, Vorsitzender des Regionalbauernverbandes Erzgebirge, in einem Brief an Riether. Insbesondere dessen Aussagen zu zerstörten Böden, ungesunden Lebensmitteln, gequälten Tieren und Artensterben entbehrten jeder Grundlage.


Beyer fordert Riether auf, diese Aussagen für das Erzgebirge und den Einzugsbereich der "Freien Presse" anhand von begründeten Zahlen, Daten und Fakten zu belegen. Eine Frist setzt er auch: Bis 20. August erwartet er eine Antwort. "Dabei bitten wir von pauschalen Urteilen abzusehen und dies anhand von regionalen Fakten und Daten zu belegen. Soviel Fairness erwarten wir von einem Naturschutzverband oder seinen Funktionären im Umgang mit uns Landwirten." (bz)

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