Jugendliche erstellen Reiseführer für Thum

Geht es nach Schülern des Humanistischen Greifenstein-Gymnasiums, können Touristen aus aller Herren Länder in die Bergstadt kommen. Die Zehntklässler haben ein mehrsprachiges Werk geschaffen. Und dieses soll nicht in einer Schublade verschwinden.

Thum.

Bisher gab es nur eine Art Broschüre. Einen umfassenden Reiseführer über Thum - Fehlanzeige. Jetzt haben Schüler des Humanistischen Greifensteingymnasiums ein solches Werk in fünf Sprachen geschaffen. Die Tour durch die Bergstadt ist in englischer, französischer, spanischer, tschechischer und in deutscher Sprache möglich. Zuvor hatte eine Woche lang Fächer verbindender Unterricht zum Thema Fremdsprachen stattgefunden. In dieser kurzen Zeit haben rund 50 Gymnasiasten der 10. Klassen den Reiseführer erstellt.

"Die Idee dazu kam im Gespräch mit den Kollegen, weil es einen Reiseführer in dieser Form noch nicht gibt. Die Stadt kann das Werk nun als Basis für Veröffentlichungen nutzen", sagt Projektleiter Robert Meinel. Die Organisation des Projektes war ein wichtiger Schlüssel für das Gelingen des Werkes mit 50 Seiten und 56 Texten. Dabei hatten die Schüler vor Ort recherchiert, fotografiert, waren bei Vereinen, in Arztpraxen, bei Kirchgemeinden und im Rathaus vorstellig geworden. Unter anderem recherchierten sie Wanderungen in und um Thum sowie im Greifensteingebiet. Auch Wanderkarten fehlen nicht. Enthalten sind ebenso die Öffnungszeiten der Arztpraxen und von öffentlichen Einrichtungen.

"Es ist eigentlich alles drin, was für Touristen wichtig ist", erklärt Robert Meinel. Der Referendar, der Deutsch und Gesellschaftskunde lehrt, verwies auf die wichtige Arbeit im Team und darauf, dass die Gymnasiasten überall, wo sie recherchiert haben, gut aufgenommen und unterstützt worden sind.

Dabei wurde jeder Schüler, so gut es ging, nach seinen Neigungen und Fähigkeiten eingesetzt. Es gab eine Redaktion, Übersetzungsteams, Verantwortliche für die Satz- und Bildbearbeitung. Zudem wurde der Stadtführer mehrfach Korrektur gelesen.

Spaß gemacht hat die Arbeit ebenfalls. "Das war anders als der normale Unterricht, wir haben uns freier gefühlt. Außerdem war die Arbeit sehr interessant", schätzte Katharina Pohl ein. Gemeinsam mit Lisa Porges, die sich ebenso für geschichtliche Themen interessiert, hatte sie zur Stadthistorie recherchiert. Dabei hatten die Gymnasiastinnen auch Bürgermeister Michael Brändel besucht. Die Verantwortlichen der Stadt freuen sich über das Projekt. "Eine wunderbare Arbeit", sagt Michael Brändel, der sich den Reiseführer intensiv angeschaut hat. In welcher Form die Kommune die Arbeit der Schüler genau weiter nutzt, steht noch nicht abschließend fest, es gibt aber Ideen. Der Ortschef ist sich sicher: "Wir werden eine vernünftige Verwendung dafür finden."

Auch Jürgen Reuther vom Heimat- und Geschichtsverein findet lobende Worte für das Vorhaben. "Wir müssen davon ausgehen, dass wieder mehr Urlauber zu uns kommen. Da müssen wir vermarkten, was wir haben. Das Projekt ist eine gute Idee, die von Schülern und damit aus einer ganz anderen Sicht gestaltet wurde", so Reuther. Der Chronist hatte innerhalb des Projektes einen Vortrag zur Stadtgeschichte gehalten. (mit urm)

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