Junge Bücher-Experten machen es Jury schwer

Vorlesewettbewerbe hat es im Schloss Wildeck schon öfter gegeben. Diesmal waren das Publikum und damit auch die Aufregung aber etwas größer als bei den Veranstaltungen zuvor.

Zschopau.

Noch ein letzter suchender Blick ins Publikum - und los ging's. So begann der Nachmittag für fast alle der elf jungen Schüler, die im Grünen Saal von Schloss Wildeck zum Vorlesewettbewerb antraten. Normalerweise findet diese Veranstaltung in der Blau-Weißen Stube statt, doch wäre dort diesmal nicht genügend Platz gewesen.

Statt des Kreis- stand diesmal sogar der Bezirksentscheid auf dem Programm. "Seit 15 Jahren richten wir immer den Wettbewerb auf Kreisebene aus. Jetzt hatten wir zum zweiten Mal den Zuschlag für die nächsthöhere Ebene erhalten", erklär die Zschopauer Bibliotheksleiterin Silke Dost, die für die Organisation zuständig war. Mit der Zahl der Teilnehmer wuchs auch die der Zuschauer - etwa 40 waren es.

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Die Sechstklässler, die sich zuvor in ihren Schulen und Kreisen durchgesetzt hatten, konnten sich auf die moralische Unterstützung von Familienangehörigen verlassen. Die bekannte Gesichter wurden vor dem großen Moment noch einmal im Publikum gesucht. Wer nicht gleich das vertraute Gesicht der Eltern fand, blieb vielleicht bei seinen Lehrern hängen. Einige von ihnen haben sich die Veranstaltung nicht entgehen lassen. Vor allem saß da im Saal aber noch die siebenköpfige Jury, die es mit einem sicheren und ausdrucksvollen Lesestil zu beeindrucken galt.

"Natürlich waren die meisten Schüler am Anfang etwas aufgeregt, aber diese Nervosität ist normal", sagt Silke Dost. Kleine Fehler wurden da durchaus noch verziehen, obwohl sie eigentlich nicht vorkommen sollten. Schließlich stiegen die Teilnehmer mit ihrem Wahltext ein, den sie zuhause zigmal durchgegangen waren. Im Fall von Leonie Reichel war dies ein Auszug aus dem Kinderroman "Die beste Medizin" von Christine Hamill. Die Schülerin der Zschopauer Bebel-Oberschule schlug sich als Siegerin des Kreisentscheid auch im Bezirksmaßstab tapfer. "Es hat Spaß gemacht", sagte sie, obwohl es zum Erreichen des Landesfinales am 11. Mai in Naundorf nicht ganz reichte.

"Tobin Lolness: Ein Leben in der Schwebe" erwies sich als große Herausforderung. Diesen Jugendroman von Timothée de Fombelle hatte die Jury als Pflichttext ausgesucht. Die drei Minuten, die jeder Teilnehmer daraus vorlesen musste, hatten es an einigen Stellen in sich. Am besten meisterten diese Aufgabe Lysander Anton von der Internationalen Schule Niederwürschnitz sowie Lydia Gruner vom Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium Chemnitz. Beide dürfen nun nach Naundorf fahren.

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