Junge Musiktalente zeigen ihr Können

37 Mitwirkende traten am Wochenende zum Wettbewerb Trau Dich in der Baldauf-Villa an - und überzeugten die Juroren.

Marienberg.

Am Samstag hat der Kinder- und Jugendtalentewettbewerb Trau Dich wieder einmal Station in der Marienberger Baldauf-Villa gemacht. Gewertet wurde in den Kategorien Klassik, Moderne Musik, Folklore, Volksmusik und Rezitation. 28 Beiträge von 37 Mitwirkenden wurden den Juroren zu Gehör gebracht. Unter den Künstlern waren einige Duos und auch eine Band mit dem Namen "Besser geht's nicht". Deren Mitglieder kommen unter anderem aus Lößnitz und Oelsnitz und hatten die Band im Januar im Schlachthof Stollberg gegründet. "Seitdem haben wir vier Mal zusammen gespielt. Wir wünschen uns, dass es öfters wäre, denn wir fiebern immer auf die Auftritte hin", sagte Sängerin Gloria Hahn.

Juror Ulrich Burkhard aus Leipzig, im Beruf als Anästhesist tätig und jetzt Akkordeonist, zollte dem musikalischen Nachwuchs Respekt: "Hier galt eindeutig Klasse statt Masse. Scheinbar nimmt die Musikalität auch mit steigender Höhe über Normal Null zu. Ich bin begeistert!"

Seit 1991 gibt es den Wettbewerb. Im Abstand von zwei Jahren werden so die besten Talente im Erzgebirge ermittelt.


Die Multiinstrumentalistin

Seit sieben Jahren spielt Annika Matthes Querflöte, doch begann ihre musikalische Laufbahn eigentlich mit der Blockflöte. "Zur Querflöte bin ich gekommen, als in einem Urlaub im Zimmer nebenan ein Mädchen Querflöte spielte." Die Schülerin des Olbernhauer Gymnasiums spielt außerdem seit drei Jahren auch Klavier. Nebenbei singt die 17-Jährige im Schulchor und spielt im Musikkorps der Stadt Olbernhau und in der Jungen Bläserphilharmonie Sachsen mit. Sie wohnt in Neuhausen, besucht die 12. Klasse und beendet im kommenden Jahr die Schule. "Dann will ich ein Lehramtsstudium beginnen, mit der Kombination Physik/Musik. Bis dahin ist aber noch ein Stück zu gehen", sagte die Erzgebirgerin. (dit)


Der Mundartprofi

Da mussten die Juroren aber ganz schön ihre Ohren spitzen, als Richard Sonnenfeld an der Reihe war. Der Siebenjährige aus dem Marienberger Ortsteil Gebirge trat in der Kategorie Rezitation an und hatte sich ein besonderes Gedicht ausgesucht: "Dor Bort" (Der Bart). In Mundart vorgetragen, handelt die Geschichte von einem Bart, der der Ehefrau das Gesicht zerkratzt und dem perfekt sitzenden Hemdkragen Schwierigkeiten bereitet. Das erzählte Richard Sonnenfeld mit einer Seelenruhe und einer Selbstverständlichkeit, wie es nur die Jugend kann. Dazu kamen Mimik und Gestik und eine Mundart, die nur ein echter Erzgebirger sprechen kann. Das sorgte auch bei der Jury für Heiterkeit. (dit)


Die Pianistin

Sonatine in C-Dur von Muzio Clementi lautet der Name des Stücks, das Theodora Rohloff am Samstag auf dem Klavier vorgespielt hat. Die Zöblitzerin ist elf Jahre alt und besucht die 5. Klasse des Marienberger Gymnasiums. Außerdem besitzt sie einen feinen Humor. Auf die Frage der Jury nach weiteren Hobbys sagte sie: "Wenn Ferien Hobbys sind, dann sind auch Ferien." Die Elfjährige spielt nicht nur Klavier, sondern auch Flöte, aber nur "für den Hausgebrauch". Klavierunterricht erhält sie im Haus Zschopau der Kreismusikschule von Snejana Ivanova. Die ist ausgebildete Konzertpianistin. Theodora Rohloff spielt gern die klassischen Stücke, hat aber auch ein Faible für moderne Werke. (dit)


Der Taktgeber

Mit seinen Trommelstöcken wirbelt Malte Fleischer los, als hätte er niemals etwas anderes gemacht. An diesem Eindruck scheint etwas dran zu sein, bestätigen Vater Steffen und Mutter Juliane: "Er hat schon sehr früh auf allem Möglichen herum geklopft." Das tun andere Kinder auch, aber trotzdem können sie nicht gleich Schlagzeug spielen. Malte Fleischer hingegen bereitet es keine Schwierigkeiten, mit den Händen einen anderen Rhythmus zu spielen als mit den Füßen, was man als Schlagzeuger beherrschen muss. Er besucht die vierte Klasse der Grundschule Lengefeld, lernt Schlagzeug im Haus Zschopau der Kreismusikschule und spielt zusammen mit seinem Vater im Duo Schlagzeug und Tuba. (dit)

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