Klänge und Gerüche wie bei einem Rennen

Die 19. Gleichmäßigkeitsfahrt hat gestern in Zschopau wieder viele Besucher angelockt. Ein Chemnitzer war gleich mit zwei Oldies am Start.

Zschopau.

Mehr als 200 Fahrzeuge und vor allem deren Abgase und Geräusche - die Motorsportenthusiasten bezeichnen diese als Wohlklänge - haben die Motorradstadt gestern für einen Tag in eine Rennstadt verwandelt. Die 19. Gleichmäßigkeitsfahrt für historische Renn- und Sportfahrzeuge hatte Tausende Besucher angelockt.

Vom Start gleich neben dem Fahrerlager auf dem Gelände der Regionalverkehr Erzgebirge GmbH fuhren die Motorräder, Gespanne und Autos unter den Blicken der Zuschauer in Richtung Gornau. Das Ziel befand sich vor der B 174. Von Gefährten der Marken Benelli über Norton bis zu Porsche, Melkus und Wartburg war so ziemlich viel vertreten, was schnell, selten und auch teuer ist.

"Das ist zwar nicht mein Sport - ich bin bei der Enduro Classic wieder mit dabei -, aber als Zschopauer kenne ich nichts Anderes: Motorsport schauen, Kumpels von früher treffen und ein bissel quasseln - das ist doch ein prima Sonntag", freute sich Matthias Lehmberg.

Gleich zwei Motorräder hatte Lothar Scheuren mitgebracht, was ihn nach einem Gespräch etwas verwirrte. "Mit welchem Motorrad bin ich eigentlich jetzt dran? Ach ja, mit der Duc", erinnerte sich der Chemnitzer. Die Duc, eine Ducati 500 R, stammt aus dem Jahr 1980, die andere, eine Yamaha Eigenbau, ist noch ein Jahr älter. "Die Gleichmäßigkeitsfahrt in Zschopau ist eine prima Sache, was ja auch die große Teilnehmerzahl zeigt. Und ja, ich versuche, in beiden Wertungsläufen jeweils denselben Schalt- und Bremspunkt zu treffen. Man könnte ja auch immer langsam fahren", schüttelt der 66-Jährige aber sogleich den Kopf. "Doch wenn wenn ich auf dem Motorrad sitze, will ich auch ein wenig zügig fahren."


Halbe Stunde Zwangspause

Für eine reichliche halbe Stunde ging gestern Nachmittag nichts mehr. Die Fahrer stellten ihre Maschinen ab und öffneten ihre schwarzen Lederkombis, in denen es unter der Sonne schnell heiß wurde. Per Lautsprecherdurchsage wurde der Grund verkündet: Am Kreisverkehr am Kaufland war eine Ölspur, deren Beseitigung sich schier endlos hinzog.

Ganz in Familie am Start waren Motorsportfans wie Carsten Lingenauer mit Sohn Curt und der Olbernhauer David Leister mit Sohn Phil. Die beiden Youngster fuhren mit einem Minibike, das sie sich teilten: Einmal fuhr der fünfjährige Curt, einmal der sechsjährige Phil. Ganz ohne Zoff.

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