Knapp 6000 Module warten auf die Sonne

Im Gornauer Gewerbegebiet istein neuer Solarpark entstanden - nicht weit entfernt von einem schon 2011 nahe Schlößchen ans Netz gegangenen Kraftwerk. Bis zur Inbetriebnahme dauert es aber noch etwas.

Gornau.

In der Gemeinde Gornau ist ein weiterer Solarpark errichtet worden. Damit ist zugleich die letzte noch offene Fläche im örtlichen Gewerbegebiet belegt. Ursprünglich wollte der Investor - die in Hamburg ansässige Enerparc AG - die Anlage schon im Sommer in Betrieb nehmen. Wegen Verzögerungen beim Grundstückserwerb wurde aber erst Ende September mit der Montage begonnen. Inzwischen ist der Aufbau abgeschlossen. Die Inbetriebnahme soll laut Enerparc-Mitarbeiter Stefan Müller nach dem finalen Netzanschluss bis Jahresende erfolgen.

Gut zwei Wochen dauerte es, auf der 1,65 Hektar großen Fläche die Technik zu errichten. 5841 Solarmodule waren zu installieren. Die Gerüste standen schnell, mehr Zeit nahm die Montage der Fotovoltaikanlagen in Anspruch. Inzwischen sind alle 22 Reihen damit bestückt. Bei einer Spitzenleistung des Solarparks von 1,7 Megawatt rechnen die Investoren mit einer jährlichen Ausbeute von 1500 Megawattstunden. Zum Verständnis: Wenn eine Solaranlage mit der Leistung von einem Kilowatt eine Stunde lang Sonnenlicht in elektrische Energie umwandelt, so entspricht das einer Energie von einer Kilowattstunde. Mit der im Gornauer Gewerbegebiet erzeugten Energie könnten 460 Haushalte versorgt werden, sagt Stefan Müller.

Er oder andere Mitarbeiter von Enerparc werden nach der Inbetriebnahme kaum vor Ort anzutreffen sein. Denn die Überwachung der Anlage erfolgt per Fern-Wartung. Schon bei der Suche nach geeigneten Flächen hatte sich das Unternehmen eines Internet-Dienstleisters bedient. Analysen hätten ergeben, dass sich der Standort für das Solarparkprojekt eigne. Müller: "Generell ist die Sonneneinstrahlung in der Region sehr homogen."

Ganz in der Nähe zwischen Gornau und dem Amtsberger Ortsteil Schlößchen hatte schon 2011 ein privater Investor eine noch größere Anlage in Betrieb genommen, die bis zu 2,8 Megawatt elektrischen Strom liefern kann. Im Herbst 2010 war Baubeginn. In weniger als drei Monaten wurden damals 12.000 Solarmodule aufgebaut und verkabelt. Die Investition belief sich auf sieben Millionen Euro.

Enerparc-Mitarbeiter Müller spricht von einem großen Vorteil der Fotovoltaik: Die Energieumwandlung geschehe im Gegensatz zu Windkraftanlagen geräuschfrei.

Gegen Pläne zum Bau weiterer Windräder auf einer Anhöhe zwischen Weißbach und Gelenau hat sich im benachbarten Weißbach Widerstand formiert. Der potenzielle Investor aus Freiberg teilte auf Anfrage mit, dass es derzeit keinen neuen Sachstand gebe. Noch ist im Landratsamt kein Antrag für das Projekt eingegangen. Mitglieder der im Juni gegründeten Bürgerinitiative haben dennoch weitere Aktionen gegen einen Windpark angekündigt. (mit mik)

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...