Künftige Abc-Schützen schnuppern schon mal Schulluft

Der 14. Schulranzentag lockte am Samstag viele Familien aus der Region mit ihren künftigen Grundschülern nach Thum. Neben Tragekomfort spielt für die Jüngsten aber auch etwas anderes eine wichtige Rolle.

THUM.

Bis zum Schulanfang sind es zwar noch ein paar Monate, doch im Volkshaus Thum drehte sich am Samstag dennoch alles um dieses Thema. Eine riesige Auswahl von Schulranzen, Zuckertüten und Mode für die Schulanfänger gab es. Die Kinder konnten sich schminken und die gewünschte Frisur verpassen lassen. Die Verkehrswacht gab zudem Ratschläge für das richtige Verhalten auf dem Schulweg. Trinkflaschen in verschiedenen Ausführungen wurden genauso angeboten wie Brotdosen.

Sieben Firmen waren präsent, und es herrschte Hochbetrieb im Volkshaus. Der nunmehr 14. Schulranzentag stand auf dem Programm und Hunderte Besucher aus dem gesamten Erzgebirge waren gekommen. Es sei die größte Veranstaltung dieser Art in der Region und inzwischen auch eine Traditionsveranstaltung, betonte Carsten Franzl vom Schreibwarengeschäft Franzl aus Ehrenfriedersdorf, das die Veranstaltung präsentierte. Das Angebot war groß und präsentierte die neuesten Trends. In diesem Zusammenhang verwies Franzl darauf, dass der Trend von der klassischen Schultasche weg und hin zum Schulrucksack geht. Die Rucksäcke verfügten alle über ein ausgeklügeltes Tragesystem, seien entsprechend gut am Rücken abgepolstert, und das Gewicht spiele beim Kauf eine große Rolle. Reflektoren seien ohnehin Pflicht, so der Experte.

Für die künftigen Abc- Schützen war aber vor allem auch das Aussehen mit den verschiedenen Motiven auf den Rucksäcken ganz wichtig. Jens Reichel hatte für Tochter Zoey einen Ranzen mit Fußball-Motiv erstanden. "Sie hatte dabei klare optische Vorstellungen", verriet der Ehrenfriedersdorfer. Er hofft, dass ihr das Motiv auch später noch gefällt. "Denn bis zur 4. Klasse sollte ihn Zoey schon tragen." Thomas Lesch war mit seiner Familie noch auf der Suche nach einem Ranzen, an dem auch die Trinkflasche ihren geordneten Platz findet. Und Sohn Julian wünschte sich ein schönes Motiv mit Dinos, Rittern oder Polizeiauto. "Das ist gar nicht so einfach, denn der Geschmack ändert sich ja immer mal", gab der Thumer schmunzelnd zu bedenken.

Suré Heldner aus Sehma freute sich über den Ranzen, den gerade ihre Eltern für sie herausgesucht hatten. War er doch mit einem großen Bild von einem bunten Schmetterling versehen. Dagegen zeigte sich Julia doch sehr anspruchsvoll am Stand mit modischer Kleidung. Da hieß es für die sechsjährige Chemnitzerin immer wieder probieren, was aber schließlich auch bei der Ranzensuche auf der Tagesordnung stand. Bei manchen Eltern lagen da schon mal die Nerven fast blank. Schließlich hatten viele der künftigen Schulanfänger ihre ganz eigenen Vorstellungen und mischten sich gar nicht schüchtern in die Beratung ein. Und was für sie auch wichtig ist, sind die aktuellen Trends bei den Frisuren. So berichtet Ines Röder, dass die Jungen die Haare gern hochgegelt mit einem Scheitel einrasiert tragen. "Bei den Mädchen liegen vor allem Flechtfrisuren mit bunten Strähnchen aus Echthaar im Trend", berichtete die Friseurin aus Herold.

Der nächste Schulranzentag, den das Ehrenfriedersdorfer Schreibwarengeschäft Franzl präsentiert, findet am kommenden Samstag, 4. Februar im Chemnitzer Hyundai Autohaus Hirsch, Annaberger Straße 121, statt. Carsten Franzl rechnet mit ebenso viel Andrang wie in Thum.

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