Kurgesellschaft will in Therme und Personal investieren

Die Freizeit- und Gesundheitseinrichtung soll in den kommenden Jahren erweitert werden. Schon ab Januar kostet der Eintritt in Warmbad mehr.

Warmbad.

Vier Jahre nach der letzten Preiserhöhung wird in der Silber-Therme Warmbad der Eintritt am 1. Januar 2019 um 2 Euro angehoben. Besucher zahlen dann für drei Stunden einen Grundpreis von 12,50 Euro. Der Geschäftsführer der Kur- und Gesundheitszentrum Warmbad Wolkenstein, Knut Hinkel, spricht von einer Notwendigkeit, um die Qualität zu erhalten und die Einrichtung weiterzuentwickeln.

In nächster Zeit hat die Kurgesellschaft einige Erweiterungen geplant. Bis zum Jahreswechsel sollen Gäste mit einer Kältekammer ein neues Gesundheitsangebot nutzen können. Der Auftrag ist Hinkel zufolge vergeben. Bei der Planung war von rund 300.000 Euro die Rede. Die Kammer wird in die Physiotherapie integriert und ist von der Ausstattung mit einer Sauna vergleichbar. Nur dass innen Temperaturen von minus 110 bis minus 140 Grad Celsius herrschen. Mit der Kältetherapie möchte die Kurgesellschaft auch jüngeres Publikum ansprechen. Profi-Fußballvereine nutzen die Kraft der Kälte etwa zur Regeneration und Motivation.

Ungleich größer soll die Investition in den nächsten Jahren ausfallen. Nachdem sich die Einnahmesituation mit dem Betrieb des Hotels neben der Silber-Therme weiter verbessert hat, will die Geschäftsleitung den Sauna- und Schwimmbereich erweitern. Zudem sollen die Zugangsbedingungen verbessert werden. Knut Hinkel denkt etwa an einen zweiten Eingang für Saunabesucher. Auch ein neues Freibecken im Saunabereich mit Blick auf die Erzgebirgslandschaft kann er sich vorstellen. Im nächsten Jahr will die Kurgesellschaft dazu ein Projekt erarbeiten lassen. Investitionsumfang: zwei bis drei Millionen Euro. Knut Hinkel setzt dabei auf Fördermittel. Sollte die Finanzierung 2020 stehen, könnte bei einer einjährigen Bauzeit die Erweiterung 2021 in Betrieb gehen, so sein Kalkül. Zielstellung sei, die Therme während der Bauzeit nicht einen Tag zu schließen.

Ihr Alter von 18 Jahren ist der Einrichtung im Gegensatz zu anderen Freizeitstätten kaum anzumerken. Darauf ist auch der Geschäftsführer stolz: "Bei der Instandhaltung gibt es keinen Stau." Bis zu 300.000 Euro würden jedes Jahr in die Anlagen gesteckt. Nicht zuletzt ein Verdienst der Mitarbeiter, die dabei konstruktiv mitwirken würden.

Zugleich muss die Kurgesellschaft künftig mehr in ihr Personal investieren. Denn im kommenden Jahr steht eine Mindestlohnanhebung an, sagt Betriebsratschef Frank Thom. Zurzeit würden die Mitarbeiter im Niedriglohnsektor etwas mehr als Mindestlohn verdienen. "Wir wollen sehen, dass wir dann wieder etwas darüber kommen", erklärt Thom mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen. Gute Fachkräfte müssten zudem noch etwas mehr in die Tasche bekommen. Die bestehende Zulage für Sonn- und Feiertage betrachte er als ausbaufähig. Für Samstagarbeit sollte es seiner Ansicht nach künftig ebenso eine Zulage geben. Auch Knut Hinkel legt Wert auf motiviertes Personal. Er und Frank Thom betonen gleichsam die enge Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Beide wissen aber auch, dass es in dem sich verändernden Arbeitsmarkt nicht leichter werden wird, gutes Personal zu halten und neues zu gewinnen. Die Fluktuation nehme in dem 80 Mitarbeiter zählenden Kur- und Gesundheitszentrum zu. Wenngleich derzeit bis auf eine alle Stellen besetzt sind, sagt Doreen Weigelt von der Geschäftsleitung.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...