Laser-Experten weltweit gefragt

Wer von der LEC GmbH Eibenstock hört, hat sofort farbige Lichtspektakel vorm geistigen Auge. Dass die Technik sogar Tiere heilen kann, beweisen ungewöhnliche Aufträge.

Eibenstock.

Jeder ist fasziniert, wenn er die bunten Lichtstrahlen sieht, die an den nächtlichen Himmel oder auf Bühnenwände bewegte Figuren, tanzende Buchstaben, wechselnde Motive und Ornamente zaubern. Auf diesem Gebiet - die Menschen mit farbigen Lichtspielen in Kombination mit Musik oder Feuerwerk zu unterhalten - ist eine Eibenstocker Firma seit Jahren Profi. Nicht von ungefähr ist sie mit diesem Können gern gebuchter Partner für etliche große Shows auf internationalem Parkett.

Was die meisten jedoch noch nicht wissen über das zwölfköpfige Team der Laser Event Company (LEC) um Enrico Oswald aus Eibenstock, sie haben seit gut zwölf Jahren ein zweites Standbein etabliert, das Laserstrahlen auf eine ganz andere Art zum Einsatz bringt: Die Eibenstocker sind Tüftler auf dem Gebiet der Lasertechnik. "Wir waren immer bestrebt, unsere Technik so effizient wie möglich und so klein und praktikabel wie nur möglich zu machen", verrät Oswald das Credo der Erzgebirger. Dazu haben sie sich renommierte Partner gesucht, wie die Firma Jenoptik Laser GmbH. "Von Jenoptik kaufen wir Laser an. Bei uns im Haus wird dann mit entsprechender Elektronik und den mechanischen Komponenten ein Komplettsystem gefertigt", erklärt Geschäftsführer Enrico Oswald. Diese, auch Module genannt, finden inzwischen auch in vielen anderen Branchen Verwendung, wie zum Beispiel in der Fischzucht. Gemeinsam mit der Firma Stingray Marine Solution AS aus Norwegen haben die Erzgebirger beispielsweise Lachsmodule entwickelt. So gibt es Parasiten, die sich an den Schuppen der Lachse festsetzen, wodurch die Bestände extrem gefährdet sind. Werden diese Parasiten jedoch gezielt mit Laserstrahlen beschossen, sterben sie ab, und ein Einsatz chemischer Mittel ist nicht mehr notwendig. Das sichert die Fischbestände. Die von der norwegischen Firma Stingray entwickelten Geräte seien mit einer Kamera ausgerüstet, die es ermöglicht, bei vorbeiziehenden Lachsen Parasitenbefall zu erkennen und diesen gezielt zu bestrahlen. Das schädige nur die Parasiten, nicht die Fische.

Für die Firma Coherent in den USA produziert die LEC OEM-Module. Hierzu liefern die Amerikaner die Laserköpfe und die Erzgebirger komplettieren sie zu Modulen. Deren Einsatzgebiete sind vorwiegend Labore und Wissenschaftsbereiche. Das Team arbeitet zudem stetig an der Neuentwicklung weiterer Systeme für den Einsatz in der Halbleiterherstellung und der Medizintechnik. So hat man ein spezielles Gerät entwickelt, das bei der Behandlung von Kuhhufen eingesetzt werden kann. Dieser Laser beseitigt Bakterien am Huf, wozu bislang Antibiotika verwendet wurde.

Doch dieser Produktionsbereich macht nur etwa ein Drittel dessen aus, was die Eibenstocker pro Jahr leisten. Ihr Hauptmetier bleibt die Veranstaltungstechnik, versichert Enrico Oswald und legt zugleich einen dicht gefüllten Veranstaltungskalender für 2019 vor.

Für diesen ist mit dem Winterfestzelt in Eibenstock am Samstag der Startschuss gefallen. Es folgen bis zum Sommer etliche auswärtige Events mit großen Produktionen. Im August in Schwarzenberg überraschen die Eibenstocker dann wieder damit, die Waldbühne anders zu erleben. Diesmal zaubern sie legendäre Ostrocker, Klassiker oder Gäste wie Alphaville und Fancy aus dem Hut. Über all diese geplanten Höhepunkte, die bis in den November reichen, wird sicher bald wieder zu lesen sein.

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