Lebendiger Adventskalender wird zu kleinem Volksfest

Rund 200 Gäste haben im Borstendorfer Freibad gemeinsam das elfte Türchen geöffnet. Dabei erwies sich vor allem die mobile Sauna als ein Besuchermagnet. Das Ziel der Organisatoren: Aufmerksamkeit wecken.

Borstendorf.

Sie sieht aus wie ein großes Fass, drinnen ist es mehr als mollig warm: Eine mobile Sauna hat am gestrigen Mittwoch den Lebendigen Adventskalender im Borstendorfer Freibad in ein kleines Volksfest verwandelt. Etwa 200 Besucher ließen sich dies nicht entgehen.

Der Förderverein Freibad Borstendorf hatte im Vorfeld mit "Eisbaden, Sauna & Wodka Abbaden 2019" einige Neugier geweckt. Dass so viele Besucher kamen und sich von den großen Temperaturunterschieden nicht abhalten ließen, freute die Organisatoren. "110 Grad Celsius zeigt das Thermometer in der Sauna an", sagte Falk Weber, Vorsitzender des Fördervereins Freibad Borstendorf. "Das Wasser im Freibad hat zwei Grad Celsius. Die Lufttemperatur beträgt genau null Grad."

So wurde das elfte Türchen des Lebendigen Adventskalenders auf eher ungewöhnliche Weise geöffnet. Ziel des Fördervereins: Er wolle mit der Aktion auf das vor 91 Jahren eingeweihte Bad aufmerksam machen und dazu beitragen, dass es erhalten bleibe, sagte Falk Weber. Der Förderverein war erst im September dieses Jahres gegründet worden. Er umfasst derzeit 13 Mitglieder.

Dabei nahm die Vorbereitung einige Zeit in Anspruch. Eine Chemnitzer Firma, bei der ein Vereinsmitglied arbeitet, fungierte als Sponsor. Schwedenfeuer sowie mehrere Feuerschalen sorgten gestern für das stimmungsvolle Ambiente. Neben der mobilen Sauna hielt der Lebendige Adventskalender für die Gäste einen russischen Abend bereit: Es gab dampfende Soljanka aus der Gulaschkanone, russischen Kakao mit Sahnehäubchen und einem Schuss Wodka. Aus den Boxen dröhnte russische Popmusik.

Der 14-jährige Erik Mühl war von dem Abend begeistert und unter den ersten, die kurz vor 17 Uhr ins Wasser gingen. "Der Boden war ziemlich rutschig und das Wasser war sehr kalt. Zum Aufwärmen war die Sauna für ein paar Minuten große Klasse. Es macht richtig Spaß, das war auch mein erstes Mal in einer Sauna", erzählte der Borstendorfer. Die meisten Besucher des Freibads waren Beobachter, so wie Ines Kempe: "Ich hatte nicht gedacht, dass so viele Leute herkommen und ich freue mich, dass sich die Jugend so sehr für unser Bad engagiert."

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