Lederhose und Dirndl regieren für einen Abend in Börnichen

Was als kleine Gaudi- Party begann, ist inzwischen eine der größten Veranstaltungen der Region. Auch diesmal werden beim Oktoberfest mehr als 2500 Besucher erwartet.

Börnichen.

Wenn rund 2500 Menschen der Region ihre eigentliche Kleidung gegen Lederhosen und Dirndl tauschen, dann gibt es auf dem Börnichener Dorfplatz kein Halten mehr. Denn Anlass für diese Verwandlung, die aus Erzgebirgern für einen Abend zumindest äußerlich Bayern werden lässt, ist das Oktoberfest des Jugendclubs "Börnschen United". Was vor neun Jahren mit einer kleinen Gaudi-Party begann, hat sich inzwischen zu einem der größten Volksfeste in der Region gemausert. Auch am kommenden Samstag werden wieder Vertreter mehrerer Generationen im riesigen Festzelt vereint sein. "Die Nachfrage war diesmal so groß wie noch nie zuvor", sagt der Jugendclub-Vorsitzende Martin Trinks.

Wie in den vergangenen Jahren hat es nicht einmal eine Stunde gedauert, bis alle 1500 Eintrittskarten weg waren, die in den Vorverkauf gingen. Beim Fest selbst werden dann noch einmal mehr als 1000 Gäste dazu kommen. Ein Grund dafür ist die Kreativität und Flexibilität der Gastgeber, die nach eigenen Angaben längst an ihre Grenzen gestoßen sind.

"Ein größeres Festzelt gibt der Platz nicht her", betont Trinks, der mit seinen Mitstreitern dennoch stets eine Lösung findet, um noch etwas mehr Raum zu schaffen. So wird für die Bar diesmal extra noch ein kleines Zelt angebaut. "Außerdem wollen wir noch einen kleinen Biergarten einrichten, weil die Wetterprognose so günstig ist", kündigt der Hauptorganisator an.

Gravierende Veränderungen wird es allerdings nicht geben, denn das Festhalten am bewährten Konzept hat sich für die Börnichener in der Vergangenheit stets gelohnt. Kontinuierlich ist das Publikum gewachsen. "Hier weiß jeder, was ihn erwartet. Man trifft unheimlich viele Leute, und die Tanzfläche ist immer voll", schildert Martin Trinks das Flair des Börnichener Oktoberfests. Für die musikalische Unterhaltung sind zunächst die Drebachtaler zuständig, ehe wie im Vorjahr die Party-Band Sicherheitshalbe aus Massenbachhausen in Baden-Württemberg den Großteil des Abends auf der Bühne verbringt. "Sie ist letztes Mal sehr gut angekommen", sagt Trinks, der zusätzliche Wettbewerbe wie das Maßkrugstemmen nach einigen Versuchen wieder abgeschafft hat: "Bei all dem Trubel im Zelt geht das fast unter." Zumal es auch Auftritte der Showgarde Jumpcrew und der Tanzgruppen aus Börnichen und Dittmannsdorf geben wird.

Die Planung des Programms ist längst abgeschlossen. Für den Jugendclub und seine Helfer hat am Montag die heiße Phase der Vorbereitung begonnen, in der Hand angelegt werden muss. "Zunächst werden zum Beispiel die Kühlschränke und Getränke sowie die Toiletten angeliefert", schildert Martin Trinks den Ablauf. Dienstag und Mittwoch waren komplett dem Zeltaufbau gewidmet. "Dann räumen wir die Bars ein und dekorieren alles", sagt der Organisator über die letzten beiden Tage vor der Veranstaltung: "Das richtige Flair ist ganz wichtig." Nur die Tischdecken werden erst Samstagfrüh hingelegt - wegen des Kondenswassers im Zelt. Damit ist dann alles angerichtet, damit 18 Uhr der Bierfassanstich erfolgen kann. In einem kleinen Dorf, das an diesem Samstag zum "München des Erzgebirges" wird.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...