Marienberg investiert 400.000 Euro in Schule

In der Herzog-Heinrich-Grundschule sind in den Sommerferien zahlreiche Handwerker zu Gange. Sie sanieren das Gebäude. Auch die Digitalisierung wird vorangetrieben.

Marienberg.

Hygienevorschriften, Abstandsregeln, reduzierte Klassenstärken: In den Schulen der Region ist Corona nach wie vor ein beherrschendes Thema. In der Marienberger Herzog-Heinrich-Grundschule sieht das nicht anders aus. Dort werden zugleich wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Die Marienberger Stadträte haben entsprechende Beschlüsse gefasst.

400.000 Euro sollen mit Hilfe von Fördergeld in die Schule investiert werden. Unter anderem soll die Digitalisierung vorangetrieben werden, so Oberbürgermeister André Heinrich. Aber auch Sanierungsarbeiten stehen an. Sie betreffen etwa den Brandschutz. Größtenteils werden die Arbeiten laut Stadt in den anstehenden Sommerferien verwirklicht.

Um die Schule fit für die Zukunft zu machen, wird technisch aufgerüstet. Rund 42.000 Euro sind veranschlagt. Die Stadt nutzt Mittel des Digitalpaktes. Bund und Land hatten das Programm aufgelegt, um in den Schulen die technische Ausstattung zu verbessern. Dafür sind zum Beispiel ausreichend Computer sowie schnelles Internet notwendig. Da in der Herzog-Heinrich-Grundschule Elektroarbeiten anstehen, fallen die Ausgaben hoch aus. Zum Vergleich: Für die Serpentinstein-Grundschule in Zöblitz sind 17.000 Euro vorgesehen. Insgesamt liegen in Marienberg bis 2024 für die technische Aufrüstung der Bildungseinrichtungen 644.000 Euro bereit.

Während die Arbeiten zur Digitalisierung den Schulalltag kaum beeinträchtigen dürften, verursacht die Sanierung mehr Lärm. Diese Arbeiten beginnen daher erst am 20. Juli, wenn das Schuljahr vorbei ist. Bis Ferienende am 28. August sollen sie abgeschlossen sein. Nicht nur der Brandschutz und die Sicherheit werden verbessert, auch der Schallschutz in den Klassenräumen steht auf dem Sanierungsprogramm. Der Einbau einer Be- und Entlüftungsanlage im Küchen- und Essbereich ist vorgesehen. Großer Sanierungsbedarf besteht im Keller der Schule, der intensiv genutzt wird. Da sich eine unter dem Gebäude verlaufende Abwassergrundleitung gesenkt hat, kommt es dort immer wieder zu Verstopfungen. Die Leitung soll ebenso erneuert werden wie die im Kellerbereich befindlichen Toiletten.

Rund 358.000 Euro kosten die Sanierungsarbeiten. "Gedeckt werden die Eigenmittel der Stadt durch Einsparung bei anderen Maßnahmen, die wir uns im nächsten Doppelhaushalt 2021/22 noch einmal vornehmen", ergänzt André Heinrich, der aufgrund der mit der Corona-Krise verbundenen Sparzwänge nur wirklich notwendige Projekte vorantreiben will. Die Sanierung der Herzog-Heinrich-Grundschule gehöre dazu.

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