Mehrfamilienhaus entsteht in unmittelbarer Nähe zur Therme

Die Lage für das mehrere Millionen Euro teure Gebäude könnte kaum besser sein. Doch der Standort hat zugleich seine Tücken.

Warmbad.

Ein Arbeitsname ist bereits gefunden. Das in prominenter Lage in unmittelbarer Nähe zur Silber-Therme in Warmbad entstehende moderne Mehrfamilienhaus soll "Im Wohnpark zur Kurfürstin Magdalena" heißen, verriet Planer Sebastian Schmidt während der Wolkensteiner Stadtratssitzung. Erstmals präsentierte er Details zu dem mehrere Millionen Euro teuren Vorhaben in der Öffentlichkeit.

Die Kurfürstin habe einst selbst in Warmbad gekurt, wie aus historischen Unterlagen hervorgehe, betonte Bürgermeister Wolfram Liebing (parteilos). Für den Ortsteil Warmbad sei das neue Wohnhaus ein großer Gewinn, ergänzte er. Es biete die Chance, dass Familien ihren Lebensmittelpunkt in den Ortsteil verlegen. So wie andere Kommunen ist auch Wolkenstein auf Zuzug angewiesen.

Dass sich die Hoffnung erfüllen könnte, zeigt sich hinsichtlich der Interessenten. Es gebe bereits erste Anfragen von Familien, die eine der Wohnungen kaufen wollen, sagte Torsten Kreller, Geschäftsführer der Zschopauer Firma PEM-Immobilien, die als Bauträger fungiert. "Die Vermarktung startet offiziell im Januar", ergänzte er. Insbesondere mit der Lage will der Investor punkten. Das Gebäude soll bis Ende kommenden Jahres am Kreisel des Kurboulevard errichtet werden. Die freie Fläche wechselte bereits den Besitzer. Insgesamt zwölf Wohneinheiten sind vorgesehen, sie umfassen Zweiraum-Wohnungen im Erdgeschoss sowie Vierraum-Wohnungen in den oberen Etagen. Unter dem Dach befinden sich zwei Penthouse-Wohnungen. Darüber hinaus sei eine Tiefgarage geplant. Die Wohnungszuschnitte seien ganz verschieden, das Wohnkonzept offen, erklärte Schmidt. So soll eine breite Zielgruppe erreicht werden: von jungen Paaren über Familien mit Kindern bis hin zu Senioren.

Dabei bereitete das Projekt zunächst hinsichtlich der Planung einige Kopfzerbrechen. Mit der unmittelbaren Nähe zur Therme befindet sich das Gebäude zwar in bevorzugter Lage, zugleich brachte aber der im Süden angrenzende Hang Schwierigkeiten mit sich, so Planer Schmidt. Es sei kaum möglich, das Wohnhaus so auszurichten, dass alle Wohnungen direkte Sonneneinstrahlung haben. Daher entschied er sich dafür, im Erdgeschoss große Terrassen zu nutzen. Außerdem wurden die Balkone der oberen Etagen Richtung Westen angeordnet, sodass im Vergleich zu anderen Varianten viel Licht einfällt.

Eineinhalb Jahre sollen die Bauarbeiten dauern. Der Start ist für Juni dieses Jahres vorgesehen. Eine Firma aus Pockau-Lengefeld errichtet das Gebäude. Es hat sich unter anderem bereits maßgeblich in den Umbau der "Sonne" im Wolkensteiner Zentrum eingebracht. In dem ehemaligen Gasthof wurden Wohnungen verwirklicht. Sie konnten im vorigen Jahr bezogen werden.

Nicht nur von Bürgermeister Liebing gab es Lob, sondern auch von den Wolkensteiner Stadträten. Das Konzept sei gelungen, sagte Diana Ihle (DWV). Warmbad werde durch das Wohnhaus aufgewertet, betonte Andreas Kastner (DWV).

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