Mit 22 Projekten läuten Schüler die Weihnachtszeit ein

Die Projektwoche kurz vor Ende des Kalenderjahres ist an der Zschopauer Bebel-Schule zur Tradition geworden. Ebenso wie die Schüler dürften bald auch deren Familien großen Spaß daran haben.

Zschopau.

Wenn die Adventszeit beginnt, werden die Schüler der August-Bebel-Oberschule in Zschopau regelmäßig zu Akrobaten, Wissenschaftlern und Entertainern. Bäcker und sogar der Weihnachtsmann dürfen ebenfalls nicht fehlen. Schließlich ist die Projektwoche, die regelmäßig im Dezember stattfindet, genau diesem Thema gewidmet. Und obwohl die abwechslungsreichen Tage bereits vorüber sind, steht der Höhepunkt erst noch bevor. "Am 19. Dezember werden alle Gruppen das vorstellen, was sie sich in dieser Woche erarbeitet haben", kündigt Steffi Kraus die große Weihnachtsveranstaltung kurz vor dem vierten Advent an.

Von Anfang an war die stellvertretende Schulleiterin eine treibende Kraft, um der Adventszeit in der Bebel-Schule einen besonderen Anstrich zu verleihen. "Ein Weihnachtsprogramm in der Turnhalle hatten wir schon vorher. Aber für die Theatergruppe und den Chor war das irgendwann zu viel", erklärt sie. Warum nicht alle Schüler in diese Initiative mit einbinden? Dieser Plan ging auf. "Angefangen haben wir mit 14 Gruppen", erinnert sich Steffi Kraus. Zum ersten kleinen Jubiläum - die Projektwoche wurde 2019 zum zehnten Mal organisiert - standen nun sogar 22 Projekte auf dem Programm.

"Die Angebote sind vielfältig", sagt die Organisatorin. Von der Backstube über einen Zirkus und einen Videodreh bis hin zur Weihnachtsvorlesung sei so ziemlich alles dabei. Bei der Vorlesung kommen vor allem Physik- und Chemie-Fans auf ihre Kosten, denn nach intensiver Recherche gibt es viele Experimente. Wichtig ist Steffi Kraus dabei, immer irgendwie einen Bezug zu Weihnachten herzustellen. So steuerten die Mitglieder der Wintertrekking-Gruppe - eins von drei Projekten, die außerhalb des Schulgeländes stattfinden - stets traditionsreiche Orte an. Außerdem halfen zehn Schüler im Zschopauer Seniorenzentrum beim Aufbau des Weihnachtsschmucks sowie bei den Festvorbereitungen.

Besonders deutlich wird das Flair bei der Ausstellung "Weihnachten in Deutschland von 1900 bis heute". Wie die einstudierten Darbietungen, Experimente und die Leckereien aus dem Backofen sind auch die zusammengetragenen historischen Zeugnisse am 19. Dezember in der Schule hautnah zu erleben. "Dann feiern wir unser großes Fest", blickt Steffi Kraus voller Vorfreude voraus. Ihr zufolge brennen alle Schüler darauf, vor zahlreichen Familienangehören aufzutreten. Für Eltern, Geschwister und Großeltern sei die Veranstaltung in erster Linie gedacht, wobei sich die Turnhalle wieder einmal als Magnet erweisen sollte. "Dort wird das Bühnenprogramm gleich zweimal aufgeführt", erklärt die stellvertretende Schulleiterin. Eine Vorführung werde der großen Nachfrage bei weitem nicht gerecht. Und auch wenn der Vorhang zum zweiten Mal fällt, droht die Halle erfahrungsgemäß aus allen Nähten zu platzen.

Bevor am Abend das Entzünden des Friedenslichtes den abschließenden Höhepunkt darstellt, ist auch im Schulgebäude viel zu erleben. Mit einer großen Pyramide, die in der Holzwerkstatt präpariert wurde, sieben Tannenbäumen und zahlreichen Ständen verwandelt sich dieses buchstäblich in einen Weihnachtsmarkt. Nicht zu vergessen der Zirkus mit seinen Löwen, Zauberern und Akrobaten sowie die Weihnachtsvorlesung. Mit zehn "Wissenschaftlern" war dies eines der kleineren Projekte. Das größte Interesse weckte dagegen der Chor, der während der Adventszeit auf 47 Mitglieder angewachsen ist. "Jedes Jahr gibt es neue Lieder und Tänze", betont Steffi Kraus. Damit sich das Einstudieren wirklich lohnt, wird ein Teil des Programms auch außerhalb der Schule aufgeführt. So sind die Musiker der Bebel-Schule am Sonntag sogar auf der Bühne des Chemnitzer Weihnachtsmarktes zu erleben. Das große Publikum ist zugleich ein Lohn für die vielen Strapazen.

"Die Projektwoche ist etwas sehr Schönes, zugleich aber auch sehr anstrengend. Selten verläuft alles nach Plan", verrät die Organisatorin, die sich dennoch über Disziplin, Fleiß und Teamgeist der Schüler freut. Wie Musik und Gebäck machen auch diese Faktoren die Weihnachtszeit aus.

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