Mit den Herbstferien beginnt die XXL-Umleitung

Ab Montag ist die Ortsdurchfahrt Borstendorf wegen Straßenbauarbeiten für zwei Wochen gesperrt. Das führt zu Umwegen von bis zu 45 Kilometern.

Borstendorf.

Die Autofahrerin nimmt's gelassen. Es werde ja langsam auch Zeit. Die Straße habe es bitter nötig. Umleitung hin oder her. Sie fahre lieber ein paar Kilometer mehr, als dass die Stoßdämpfer hin sind und sie wieder einen Haufen Geld in der Werkstatt lasse. So kommentiert eine Frau die am Montag in Kraft tretende Vollsperrung der Borstendorfer Ortsdurchfahrt (Staatsstraße 235) im Internet.

Sie ist nicht die einzige, die sich in den vergangenen Tagen in den sozialen Netzwerken zum Bauvorhaben in dem Grünhainichener Ortsteil und der damit verbundenen weitläufigen Umleitung zu Wort meldete. Die Straße in Borstendorf befindet sich in einem so schlechten Zustand, dass die Straßenmeisterei angedroht hatte, die Ortsdurchfahrt im Winter dicht zu machen. Denn der Straßenbetriebsdienst befürchtete, den Winterdienst nicht vornehmen und die Befahrbarkeit nicht mehr gewährleisten zu können. Daraufhin zog das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) die Notbremse. Vom 14. bis 25. Oktober wird nun der Belag auf dem schlimmsten Stück der Ortsdurchfahrt - ein etwa ein Kilometer langer Abschnitt - abgefräst und neu asphaltiert. Dafür muss die Staatsstraße 235 gesperrt werden, obwohl darüber die offizielle Umleitung für die gesperrte Ortsdurchfahrt in Leubsdorf (S 236) führt.

Da laut Lasuv keine innerörtlichen Umfahrungen des Baustellenbereiches vorgesehen sind, wird die Umleitung großräumig erfolgen: über Eppendorf, Großwaltersdorf, Mittelsaida, die B 101, Pockau-Lengefeld, Wünschendorf, Börnichen, Waldkirchen und Grünhainichen (und in Gegenrichtung). Das ergibt eine Umleitungsstrecke von insgesamt rund 45 Kilometern.

Andere Facebook-Nutzer haben jedoch weit weniger Verständnis als die eingangs erwähnte Autofahrerin. Das wurde in einigen Kommentaren mehr als deutlich.

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