Mittelaltermarkt - ein ausbaufähiger Versuch

Nach dem Schloss- und Schützenfest "light" soll die 25. Auflage im nächsten Jahr den Besuchern wieder mehr bieten. Kritik gab es nicht nur wegen des fehlenden Umzugs.

Zschopau.

4000 Gäste haben das diesjährige Zschopauer Schloss- und Schützenfest besucht - etwa 1000 weniger als in den Jahren 2015 und 2016. "Diese Resonanz haben wir in etwa so erwartet", resümiert Stadtsprecher Uwe Gahut. Im Vorjahr, als die Stadt zugleich ihren 725. Geburtstag feierte, waren es sogar 12.000 Besucher.

Nach der sparsamen Variante 2018 soll im kommenden Jahr wieder ein Festumzug stattfinden, haben die Organisatoren in Aussicht gestellt. Der fehlende Umzug als ein Magnet der Feier wurde nicht nur von Besuchern kritisiert, auch der Zuspruch der Schützenvereine war mit rund einem Dutzend Teilnehmern im Vergleich zu den Vorjahren eher gering. Da zog das Fest zwischen 30 und 40 Schützengemeinschaften an.

Positiv angenommen worden sei vor allem die Bühne auf dem Altmarkt. Nachbesserungsbedarf sieht Uwe Gahut hingegen auf dem Mittelaltermarkt im Schlosshof - wenn dieser überhaupt eine Neuauflage erfährt. "Dort würden wir uns mehr Händler wünschen. Es war halt eine neue Idee, ein Versuch. Wir werden gemeinsam mit dem Stadtrat beraten, wie wir das Fest künftig gestalten wollen", stellte der Stadtsprecher in Aussicht.

Kritik kam auch aus den Reihen des Zschopauer Schützenvereins. "Ich bin seit mehr als 25 Jahren Mitglied im Schützenverein Zschopau und habe so gut wie immer bei den Aktivitäten unseres Vereins zum Fest mitgewirkt. Seit einigen Jahren gehört das ,Schießen für jedermann' dazu, das bisher von den Bürgern auch gut angenommen wurde. Allein im Vorjahr hatten wir mehr als 100 Gastschützen zu betreuen, bis zum Ende des ,Büchsenlichtes' war reges Treiben auf dem Schießstand. Auch dieses Jahr hatten wir uns auf einen solchen Ansturm vorbereitet. Am Ende des Tages mussten wir jedoch feststellen, dass mehr Betreuer als Gäste auf dem Schießstand waren", beklagt Werner Schäfer. Der Grund sei schnell ausgemacht gewesen: "Trotz aller, auch rechtzeitiger Hinweise, war weder im Programm, noch im Flyer, noch auf den Plakaten ein Hinweis auf diese Veranstaltung vorhanden." Auch die jährliche Ermittlung des Schützenkönigs am Sonnabendnachmittag sei im Programm nicht erwähnt worden.

Uwe Gahut hat auf diese Vorwürfe eine kurze und bündige Antwort: "Der Schützenverein hat uns seine Termine vor der Erarbeitung des Programms nicht mitgeteilt. Deshalb konnten wir darüber auch nicht informieren."

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