Nach 111 Weckrufen geht's rund

Erstmals ist die Saison an der Alpine-Coaster-Bahn in Gelenau mit einem großen Familienfest eröffnet worden. Rund 2000 Gäste kamen, nachdem 47 Hähne für einen lautstarken Auftakt gesorgt hatten.

Gelenau.

Bei Sonne pur und Temperaturen um die 20 Grad Celsius hätte sich so mancher gewünscht, dass das Gelenauer Freibad gleich mit eröffnet worden wäre. Allerdings waren die Schwimmbecken noch nicht mit Wasser gefüllt. Auf dem Freizeitgelände am Kegelsberg herrschte am Ostersonntag aber auch so reges Treiben, denn der Saisonbeginn der direkt daneben gelegenen Alpine-Coaster-Bahn wurde von der Gemeinde erstmals mit einem großen Familienfest gefeiert. Federführend war dabei der Gelenauer Rassegeflügelzüchterverein, der mit der Premiere seines Hähnewettkrähens dafür sorgte, dass niemand verschlief.

Kurz nach 8 Uhr wurde 45 Minuten lang jeder Weckruf der 47 Hähne gezählt. So mancher Zettel blieb dabei leer, obwohl einige Exemplare die Nacht zuvor in der Garage verbracht hatten, damit es länger dunkel blieb. Andere Zähler kamen mit ihrer Strichliste dagegen kaum hinterher - so wie im Fall des Grübbe-Bartzwerghahns von Henning Fritzsche. "Es ist eher ein Glücksfall, welchen meiner 30 Hähne ich morgens mitnehme", sagt der Züchter aus Lengefeld, der keine speziellen Trainings- oder Auswahlmethoden hat. Trotzdem hat er beim Wettkrähen schon mehrfach ein glückliches Händchen bewiesen. So auch jetzt in Gelenau, wo keiner so oft krähte wie sein Gockel: ganze 111-mal.

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Mit Thomas Schade aus Herold, dessen Indio Gigante es auf 97 Anschläge brachte, hatte auch bei den großen Hähnen ein auswärtiger Teilnehmer den Schnabel vorn. Die Ehre der Gastgeber wurde ausgerechnet vom jüngsten Vereinsmitglied gerettet. Denn der sechsjährige Karl Richter vom Gelenauer Verein gewann mit seinem Hahn, den er zusammen mit Bruder Franz pflegt, den Nachwuchs-Wettbewerb. Auch die 82 Weckrufe dieses Zwerghahns dürften dazu beigetragen haben, dass auf dem Freibadgelände schon bald großer Rummel herrschte. Laut Bürgermeister Knut Schreiter, der als Co-Moderator vor Ort war, dürfte aber auch das vielfältige Programm ausschlaggebend gewesen sein, dass er die Zahl der Besucher am Ende auf 2000 schätzen konnte. "Es waren für jeden Angebote dabei. Jeder Besucher, mit dem ich mich unterhalten habe, war voll des Lobes", so der Gemeinde-Chef. Während die Coaster-Bahn etwas für die ganze Familie war, kamen unten im Freibadgelände vor allem die Kinder auf ihre Kosten. Während sie sich auf der Hüpfburg oder dem Bungee-Trampolin austobten, konnten die Eltern im Verpflegungsbereich Kraft tanken. "Dieser Familientag wird ein fester Bestandteil in unserem Terminkalender werden", kündigte Schreiter an. Obwohl dabei stets Neuerungen geplant sind, dürfte auch das Wettkrähen eine Fortsetzung finden. "Es ist gut vorstellbar, dass dies der Beginn einer Tradition war", sagte der Vereinsvorsitzende Lars Schubert.

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