Nach Eklat: Fraktionen einigen sich im Kita-Streit

Elternbeiträge werden 2021 in Großrückerswalde nicht angehoben

Großrückerswalde.

Im Streit um die Anpassung der Elternbeiträge für die Kinderbetreuung in Großrückerswalde haben die beiden Gemeinderatsfraktionen nun doch eine Einigung erzielt. Das geben CDU und Wählergemeinschaft "Pro Großrückerswalde" in zwei voneinander unabhängigen Erklärungen bekannt. Demnach werden die Gebühren für Kindergarten, Hort und Krippe in diesem Jahr nicht angehoben. Doch schon 2022 müssen sich Eltern auf weniger erfreuliche Nachrichten gefasst machen.

Dass sich die Fraktionen kurz vor Jahreswechsel doch noch einigen konnten, war so zunächst nicht abzusehen. Nach einer nichtöffentlichen Vorberatung sollten die Gemeinderäte über eine Erhöhung der Elternbeiträge abstimmen. Doch die Volksvertreter waren sich uneins. Während die CDU eine Anpassung als unvermeidbar ansah, sprach sich die Wählervereinigung dagegen aus. Der Beschluss wurde vertagt. In der darauffolgenden Zusammenkunft eskalierte der Streit. Die Mitglieder von "Pro Großrückerswalde" verließen geschlossen die Sitzung.

Jens-Uwe Albrecht sei froh, dass nun ein breiter Konsens unter den Gemeinderäten gefunden wurde. "Damit wird ein Zeichen an die politischen Verantwortlichen in Dresden gesendet, um über die Finanzierung der Kindertageseinrichtungen nachzudenken und im Interesse der Eltern zu ändern", sagt der Fraktionschef von "Pro Großrückerswalde". Auch Stefan Pechfelder bezeichnet die Einigung als eine gute Nachricht für Eltern - insbesondere vor dem Hintergrund der Ungewissheit, wie sich die Corona-Pandemie noch entwickeln wird. Allerdings betont der CDU-Fraktionschef: "Wir möchten nicht verhehlen, dass wir uns diesen Konsens ohne die Vorfälle in den Sitzungen gewünscht hätten."

Doch schon für 2022 müsste über eine Anpassung der Elternbeiträge neu beraten werden, so Albrecht. Pechfelder wiederum spricht davon, dass sich die Fraktionen im Hinblick auf den kommunalen Haushalt in den Beratungen auf eine angemessene deutliche Erhöhung im nächsten Jahr verständigt haben. "Wir als CDU-Fraktion werden sehr genau darauf achten, dass der erzielte Kompromiss eingehalten wird."

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