Nächster Schritt für Umbau im Bebel-Gebiet

Der Zschopauer Stadtrat hat ein Fördergebietskonzept beschlossen.

Zschopau.

Für den Stadtumbau im Bebel-Gebiet will Zschopau in den nächsten Jahren 758.000 Euro bereitstellen. Ein Großteil davon - reichlich 517.000 Euro - soll aus dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau" bestritten werden. Grundlage bildet ein Fördergebietskonzept, das der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mit 13 Ja-Stimmen bei 3 Enthaltungen beschlossen hat.

Vor der Abstimmung analysierte Stadtplaner Tom Arnold die Einwohnerentwicklung. Die Plattenbau-Siedlung verlor in den zurückliegenden Jahren viel mehr Bewohner als andere Stadtteile. Seit 2002 ist die Bevölkerung um 38 Prozentpunkte geschrumpft. 1485 Einwohner wurden Ende 2017 registriert. Der Rückgang lässt bei den Wohnungsverwaltern den Leerstand anwachsen. Mitte 2019 lag dieser im Durchschnitt bei 21 Prozent. "Die hohe Fluktuation ist ein Hinweis auf einen nicht mehr funktionierenden Wohnungsmarkt", so Arnold.

Das Fördergebietskonzept zeigt zwei Wege auf, die aus der Krise führen sollen: Zum einen geht es um Aufwertungsmaßnahmen. Gemeint sind etwa die Gestaltung von Grünanlagen oder die Erneuerung von Anliegerstraßen. Andererseits sieht das Konzept den Teilrückbau oder den Abriss von Blöcken vor, um den Wohnungsmarkt wieder zu stabilisieren. Die Ankündigung hatte unter Mietern für Wirbel gesorgt. Stadtplaner Arnold betonte, dass das Fördergebietskonzept mit den Vermietern erarbeitet wurde und es dazu seit 2018 regelmäßige Treffen gegeben habe. Was und ob überhaupt abgerissen wird, liegt allein in der Hand der drei Gesellschaften, die Wohnungen vermieten. Diesen Passus wollte denn auch Klaus Baumann (WdV) explizit in dem Papier verankert sehen. Sein Antrag wurde einstimmig angenommen. Weitere Ergänzungen folgten auf Antrag von Niels Sigmund (Grüne/FDP). So wird der Artenschutz Bestandteil des Grünordnungskonzeptes. Bei der Sanierung von Stellplätzen soll die E-Mobilität berücksichtigt und zudem eine Konzeption zur Ladein-frastruktur erarbeitet werden.

Bei den Abriss-Vorhaben kommt 2025 der Greßlerweg 5 bis 7 in Betracht. 2026 könnte ein Teilrückbau am Launer Ring 25 bis 33 und 30 bis 34 folgen. Im Jahr darauf könnte der Petermannweg 5 bis 8 betroffen sein.

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