Neues Löschfahrzeug genießt Priorität

Um die freiwillige Feuerwehr mit moderner Technik auszustatten, will die Gemeinde Gornau den Gürtel enger schnallen. Einsparungen erscheinen sinnvoller als eine bereits abgehakte Alternative.

Gornau.

Die Weichen sind gestellt, damit die Freiwillige Feuerwehr Dittmannsdorf ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10 erhält. Der Gornauer Gemeinderat hat den Zugriff auf entsprechende Finanzmittel im Zuge der vorläufigen Haushaltsführung beschlossen.

Gut 308.000 Euro beträgt die Summe, über die trotz der letztlich klaren Abstimmung im Gremium auch mit kritischen Argumenten diskutiert wurde. Angesichts der "angespannten Haushaltssituation" verspürte beispielsweise Robin Winkler (CDU) einige "Bauchschmerzen". Und auch Dirk Strohmeier (BFWG) stellte infrage, ob die neue Technik unbedingt nötig sei. "Wir haben doch ein Fahrzeug, das ausrückt", so seine Argumentation. Allerdings wies Thomas Winkler (BFWG) darauf hin, dass das derzeitige Fahrzeug der Dittmannsdorfer Ortswehr aus dem Jahr 1990 stammt. In absehbarer Zeit sei somit die Anschaffung von modernerer Technik unausweichlich, zumal "die Einsätze immer kompakter und komplizierter werden". 37-mal hätten die Kameraden in diesem Jahr ausrücken müssen. Und es sei Aufgabe der Gemeinde, für diese Momente gerüstet zu sein.

Thomas Winkler betonte auch, dass eine Entscheidung schnellstmöglich getroffen werden müsse. "Denn wenn wir die Fördermittel jetzt nicht abrufen, rutschen wir in der Liste wieder ganz hinten ran." Neben den 126.000 Euro, die aus dem Fördertopf kommen sollen, hatte die Kommune zunächst mit einem Eigenanteil von 144.000 Euro kalkuliert. Allerdings werden statt der schon freigegebenen 270.000 Euro nun reichlich 308.000 Euro für das neue Löschfahrzeug fällig. Grund dafür ist die Tatsache, dass auf die Ausschreibung hin nur ein Angebot bei der Gemeinde einging - mit besagter Summe. Entstehende Mehrkosten von 38.000 Euro sollen über Einsparungen kompensiert werden. Wilfried Leib-ling, Sachgebietsleiter im Ordnungsamt, wies darauf hin, dass schon im laufenden Haushalt mit 12.000 Euro an Einsparungen zu rechnen sei. Nun gilt es, den bereinigten Fehlbetrag von 25.700 Euro zu stemmen.

Mit dem aktuellen Plan kommt die Gemeinde laut Bürgermeister Nico Wollnitzke immer noch günstiger als mit der Sammelbeschaffung, die zunächst angestrebt worden war. Hätten die Gornauer tatsächlich zusammen mit anderen Orten einen LF 10 bestellt, würden die Kosten nun bei 409.000 Euro liegen. Grund: Andere Kommunen wollten weitere Ausrüstung wie eine Tragkraftspritze mitbestellen. In Dittmannsdorf soll allerdings Technik des alten Löschfahrzeugs, die den aktuellen Normen entspricht, übernommen werden.

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