Nexö-Oberschule bildet erstmals wieder drei fünfte Klassen

In den Zschopauer Einrichtungen können erneut nicht alle Elternwünsche berücksichtigt werden. Doch die Differenz bei den Anmeldungen war bei Weitem nicht mehr so groß wie in den Vorjahren.

Zschopau.

Mehr Fünftklässler als im vergangenen Jahr werden im August im Zschopauer Raum eingeschult. Bis Anfang März hatten Eltern Zeit, ihre Kinder für die weiterführenden Lehrstätten anzumelden. Inzwischen haben die Schulen die Bescheide verschickt, wo die Mädchen und Jungen künftig unterrichtet werden. Doch nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung.

Zschopau: In den beiden Zschopauer Oberschulen werden nach jetzigem Planungsstand des Landesamtes jeweils 84 Mädchen und Jungen eingeschult. Während in der August-Bebel-Schule schon in den zurückliegenden Jahren dreizügig unterrichtet wurde, bekommt die Martin-Andersen-Nexö-Schule erstmals wieder drei fünfte Klassen. Dafür waren erneut Umlenkungsgespräche nötig. Das Gefälle bei den Anmeldungen in beiden Einrichtungen ist im Vergleich zu den Vorjahren geringer geworden. Nach Anmeldeschluss im März waren 94 Fünftklässler für die Bebel-Schule gemeldet, für die Nexö-Schule 67. "Wir sind zufrieden. Ich denke, dass unser Schulfest dazu einen großen Beitrag geleistet hat", sagt Nexö-Schulleiterin Sybille Berndt. "Es spricht sich herum, dass unsere Schule trotz der gesamtgesellschaftlich gegebenen Einschnitte eine gute Arbeit leistet und vielleicht sogar noch eine differenziertere Arbeit leisten muss als andere."


An der Nexö-Schule werden in Vorbereitungsklassen mit Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache (Daz) Flüchtlingskinder aus dem gesamten Erzgebirgskreis unterrichtet. Das blieb nicht ohne Folgen bei den Anmeldungen. Der Tiefpunkt war 2017 mit nur 26 Anmeldungen erreicht, während die Bebel-Schule 114 potenzielle Fünftklässler verzeichnete.

Gymnasien: Das Gymnasium Marienberg werden nach Angaben des amtierenden Schulleiters Enrico Huth 91 neue Fünftklässler besuchen. Alle Schüler, die sich angemeldet haben, seien aufgenommen worden. Somit gebe es auch im Schuljahr 2019/20 wieder vier fünfte Klassen. Am Zschopauer Gymnasium lernen künftig 79 Mädchen und Jungen in drei fünften Klassen. Zu den 75 Anmeldungen, die laut Landesamt zum 12. März vorlagen, kamen noch vier "umgelenkte" Schüler hinzu. "Mit 79 Fünfern liegen wir im Schnitt der vergangenen Jahre", sagte der stellvertretende Schulleiter Heiko Uhlig.

In Olbernhau reichten die Anmeldezahlen fürs Gymnasium seit einigen Jahren erstmals nicht für eine dreizügige Klassenstufe fünf. Mit 54 neuen Schülern können nur zwei fünfte Klassen gebildet werden. "Ein paar mehr hätten es schon sein können", sagte Schulleiterin Verona Fuchs. Nach Gesprächen mit den Kollegen in den Grundschulen sei das aber zu erwarten gewesen. So habe es bedingt durch den Geburtenrückgang weniger Viertklässler als in den Vorjahren gegeben, die Anzahl der Schüler mit einer Bildungsempfehlung fürs Gymnasium sei ebenfalls geringer gewesen.

Gelenau: Rund 50 Anmeldungen lagen der Freien Schule Erzgebirgsblick vor, jedoch nur 26 Mädchen und Jungen werden in der Klasse 5 dort lernen. "Aufgrund unserer beschränkten räumlichen Kapazitäten werden wir nur eine fünfte Klasse bilden, sodass wir im kommenden Schuljahr in den Klassenstufen 5 und 10 jeweils nur eine Klasse haben. Perspektivisch wollen wir den Schulbetrieb jedoch durchgängig zweizügig gestalten", erläuterte die organisatorische Leiterin Gundula Conrad. Ausgewählt wurden die aus Gelenau und umliegenden Orten stammenden Schüler nach ihren Noten und Kopfnoten. "Wir entscheiden uns für Schüler, von denen wir ausgehen, dass sie einen soliden Realschulabschluss schaffen", so Gundula Conrad. Ab August werden in der Freien Schule rund 210 Kinder und Jugendliche lernen.

Großrückerswalde: Die Evangelische Oberschule Großrückerswalde wird ab kommendem Schuljahr 52 Kinder aufnehmen, zwei fünfte Klassen werden gebildet. "Mehr geht nicht", erklärt Schulleiterin Claudia-Morena Golla. Alle Mädchen und Jungen, die bis zum Stichtag angemeldet waren, werden künftig dort lernen.


Gewichtungszuschlag

Die Angaben des Landesamtes für Schule und Bildung hinsichtlich der Schülerzahlen in den einzelnen Klassen beinhalten teilweise einen sogenannten Gewichtungszuschlag für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Inklusion). Zum Beispiel könnten zwei Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf jeweils mit 1,5 gezählt werden, womit die genannte Schülerzahl um eins nach oben von der tatsächlichen Anzahl der Personen abweichen würde. (mik)

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