Nicht nur der König beweist Zielvermögen

Mit ruhiger Hand hat sich Armin Dietz beim Schloss- und Schützenfest den Titel gesichert. Ins Schwarze trafen mit dem Programm aber auch die Organisatoren der Stadt, denn in Zschopau herrschte drei Tage lang großer Andrang.

Zschopau.

Nach nur einer Stunde war das Ziel schon so gut wie verschwunden. Doch beim traditionellen Vogelschießen, mit dem seit jeher der Schützenkönig des Zschopauer Schloss- und Schützenfestes ermittelt wird, wollte das letzte Teil einfach nicht vom Mast fallen. "Das Holzstück war seit 14 Uhr bestimmt schon 100-mal getroffen worden, aber es hielt", berichtet Armin Dietz, der am späten Abend mit der Armbrust aber dann zum entscheidenden Versuch ansetzte. "Ein Glückstreffer", wie er selbst hinterher gestand. Allerdings hielt dieser Umstand den 60-jährigen Krumhermersdorfer nicht davon ab, seinen zweiten Titelgewinn nach 2015 ausgiebig zu feiern.

Es passte perfekt, dass auf der großen Bühne nebenan bald der Auftritt von "Mr. President" folgte. An einem der Stände den Schützenkollegen schnell das obligatorische Bier ausgegeben - und schon konnte Armin Dietz voll loslegen. "Wir haben so richtig abgerockt", schildert der Routinier das Geschehen auf dem prall gefüllten Altmarkt. Spätestens, als die Band zu ihrem Hit "Coco Jambo" ansetzte, hatten auch Dietz und seine Schützenkollegen ihre Hände in der Höhe. Etwas kurz sei der Hauptact zwar gewesen. "Aber die Stimmung war toll", betont Dietze der mit dem Rest des Publikums direkt im Anschluss das große Feuerwerk bestaunte. "Alles hat perfekt gepasst", sagt Dietz, der damit auch auf das Bühnenprogramm sowie den großen Festumzug am Sonntagnachmittag anspielte. "Schön, dass es den dieses Jahr wieder gab", sagt der Schützenkönig, der stolz mit Kette und Scherbe mitmarschierte. Immer für einen Scherz zu haben waren die Vertreter aus den Partnergemeinden Louny, Veneux-les-Sablons und Neckarsulm. "Und am Stand von Zwettl hat das Bier wieder super geschmeckt", so Dietz. Nur leider hätten die Niederösterreicher diesmal ihre leckeren Klöße nicht mitgehabt. Egal, auf den nächsten Kanonenschuss freute sich der Krumhermersdorfer auch so. "Für mich ist das jedes Jahr das Highlight. Ich bin nun mal der Kanonier." Das laute Knallen durfte beim Fest nicht fehlen, das laut Christian Vogel in diesem Jahr mehr als 5000 Besucher anlockte, 3000 davon allein am Samstag. "Wir sind hoch zufrieden", bilanziert der Leiter des Zschopauer Kultur- und Tourismusbetriebs.

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