Noten sind für Firmen nicht alles

Soziale Faktoren gewinnen an Bedeutung

Annaberg-Buchholz.

Junge Menschen können inzwischen aus einer Vielzahl an Ausbildungsangeboten wählen. Die Herausforderung besteht darin, Angebot und Nachfrage zusammen zu bringen, sagt Siegfried Bäumler, Chef der Agentur für Arbeit im Erzgebirge. In Zahlen heißt das: Von Oktober 2017 bis September 2018 wurden 1735 Ausbildungsstellen gemeldet. Davon sind noch 227 unbesetzt. Und von den 1819 Mädchen und Jungen, die sich im Verlauf des Jahres als Bewerber gemeldet hatten, sind nur 33 noch unentschlossen.

"Nicht jeder Bewerber passt auf jede Stelle", so Bäumler. Das gelte für die Vermittlung von Arbeitslosen mit Berufsabschluss ebenso wie für Berufseinsteiger. Wichtig sei, dass Schulabgänger ihre Stärken und Begabungen herausstellen und sich gut präsentieren. "Firmen schauen nicht mehr nur auf Schulnoten. Vielmehr gewinnen soziale Faktoren an Bedeutung." Im Gesundheits- und Sozialwesen arbeiten aktuell mehr als 24.000 Beschäftigte im Erzgebirge. Das seien 21 Prozent aller Beschäftigten in der Region. Bedarf weiter steigend. Auch die Industrie- und Handelskammer legt mit 794 Ausbildungsverträgen eine gute Bilanz vor. 83 davon im Hotel- und Gaststättengewerbe, das stimme optimistisch, so IHK-Geschäftsführerin Jana Dost. (matu)

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