Orgelsanierung jetzt auf der Zielgeraden

Staub war das größte Problem des Instruments in Mauersberg. Nun erfolgen letzte Arbeiten, am 26. August gibt es ein Konzert.

Mauersberg.

Technisch funktioniert die Orgel in der Mauersberger Kreuzkapelle wieder. Im April haben Mitarbeiter der Hermann-Eule-Orgelbau GmbH mit der Sanierung des Instruments begonnen. Nun muss es noch gestimmt oder besser intoniert werden. 1953 wurde die Eule-Orgel als 236. Exemplar des Herstellers geweiht. Ihr größtes Problem ist der Staub der vergangenen Jahrzehnte. Er hatte das Instrument stark verschmutzt. Die Folge war, dass die Töne dumpf klangen.

Mittlerweile sind alle 1021 Pfeifen gereinigt und eingebaut - auch das kleine, auf dem Dachboden befindliche Exemplar. Eingesetzt wird es, wenn die pneumatische Orgel ohne elektrische Energie gespielt wird. Damit ruft der Organist vom Instrument aus den Kalkanten, das ist derjenige, der den Windbalg betätigt, zur Arbeit. Im Zuge der Sanierung sind ebenso 702 Taschen neu entstanden. Sie bilden die letzten Ventile vor den Pfeifen der pneumatisch funktionierenden Orgel. Da sie aus Leder, Filz, Pappe, Holz und einer Metallfeder bestehen, waren sie verschlissen und mussten ausgetauscht werden. Neu ist auch die LED-Beleuchtung, die die Noten des Organisten ins rechte Licht rückt.

Die Kosten für die Sanierungsarbeiten belaufen sich auf etwa 37.000 Euro. Die Landeskirche steuert 10.000 Euro Fördermittel bei, die Denkmalpflege 15.000, die Sparkassenstiftung 5000 Euro. Den Rest bringt die Kirchgemeinde mit Eigenmitteln und Spenden auf. Bis zum 26. August muss die Intonierung abgeschlossen sein. Dann beginnt 16 Uhr ein Konzert mit Ingelore Schubert aus Bremen.


Stifter bestimmte Disposition

Das Instrument steht in der vom ehemaligen Kreuzkantor Rudolf Mauersberger gestifteten Kreuzkapelle. Der Stifter bestimmte die Disposition der Orgel wesentlich mit. Sie hat eine pneumatische Traktur. Das heißt, das Drücken einer Taste erzeugt einen Luftdruckimpuls, der durch dünne Rohrleitungen geleitet wird und so mittels weiterer technischer Elemente die verschiedenen Töne erzeugt.

Die Orgel weist einige Besonderheiten auf, die das gesamte Konzept der Kapelle unterstreichen. Als Beispiele dafür nennt Kantor Johannes Stuhlemmer die Windharfe, den Zimbelstern und die Celesta. Der Klang der Celesta ähnelt dem eines Glockenspiels. Das sei in der Orgellandschaft der Region einzigartig.

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