Plattenbau soll Eigenheimen weichen

Für das Grießbacher Gelände, auf dem sich derzeit noch ein Wohnblock aus DDR-Zeiten befindet, hat die Gemeinde Drebach konkrete Pläne. Diese sollen bald einsehbar sein.

Grießbach.

In absehbarer Zeit könnte der Drebacher Ortsteil Grießbach um eine Wohnsiedlung reicher werden. Derzeit ist der betroffene Bereich noch bekannt für seine Investruine. Doch für den zu DDR-Zeiten als Lehrlingswohnheim errichteten Rohbau, der nie ganz fertig geworden ist, ist Ende dieses Jahres der Abriss vorgesehen. Stattdessen sollen auf der knapp 12.000 Quadratmeter großen Fläche bis zu zehn Eigenheime entstehen. Dies sagt Drebachs Bürgermeister Jens Haustein, der dem Gemeinderat am heutigen Dienstagabend einen Bebauungsplan vorlegen will. Sollte dieser in der 19 Uhr beginnenden Sitzung gebilligt werden, wird der Plan öffentlich ausgelegt.

Mit diesem Schritt hofft die Kommune, weitere Interessenten für die Grundstücke gewinnen zu können. Schon während der Gemeinderatssitzung im April hatte Haustein angekündigt, mit einer Tafel für die entstehende Wohnsiedlung werben zu wollen. "Die Fläche ist noch nicht in Parzellen geteilt, aber es sind jetzt schon Vorverträge möglich", betonte der Bürgermeister, der gleichzeitig im Gemeinderat einen kleinen Ideenwettbewerb ausrief. Dabei ging es um die Bezeichnung der Siedlung, für die noch Alternativen genannt werden konnten. Da jedoch keine Vorschläge eingingen, trägt der Bebauungsplan vorerst den Namen "Waldblick", wie von der Gemeinde aufgrund der sich bietenden Aussicht vorgeschlagen.

Torsten Kleditzsch

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Nachdem die Gemeinde auch die letzten 800 Quadratmeter von einer Erbengemeinschaft erworben hatte, konnte das Projekt nun endgültig ins Rollen gebracht werden. Mit dem im April gefassten Aufstellungsbeschluss konnte der Bebauungsplan konkretisiert werden, der dem Gemeinderat nun erstmals in kompletter Form vorgelegt wird. Jens Haustein geht davon aus, dass der Eigenheimstandort ab März kommenden Jahres mit einer Straße erschlossen werden soll. Im August 2020 könnten somit die ersten Bagger anrücken, um die Vorhaben der Häuslebauer in die Tat umzusetzen.

Ein früherer Beginn der Arbeiten ist nicht möglich, weil der Abriss des alten Wohnblocks erst im Winter erfolgen soll. Ausschlaggebend dafür war eine artenschutzrechtliche Untersuchung gewesen, bei der ein Experte aus Frankenberg Niststätten bestimmter Vogelarten sowie Spuren von Fledermäusen entdeckt hatte. Dennoch gab es laut Haustein schon jetzt erste Anfragen für Grundstücke in diesem Bereich.

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