Praktikantin hat ein Herz für die Natur

Studentin Tina Opitz unterstützt die Wieder-vernässung des Moores an der Bauernhaide. Für den Naturpark sind die jungen Helfer enorm wichtig.

Kühnhaide.

Die Revitalisierung des rund 200 Jahre trockenliegenden Moores an der Bauernhaide ist angesichts des großen Aufwandes ein Vorhaben, das nicht nur eine Generation beschäftigen wird. Und weil das so ist, packen regelmäßig Praktikanten mit an. Eine von ihnen: Tina Opitz.

Unter der Federführung des Naturparks Erzgebirge/Vogtland wird das Gebiet wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. Wie lange das noch dauern wird, kann Fachberaterin Anke Haupt nicht sagen, nicht einmal, ob sie das selbst noch miterleben wird. Wichtige Schritte wurden jedenfalls schon getan. Einen wesentlichen Anteil hat neben Anke Haupt auch Tina Opitz. Die 25-Jährige studiert im Masterstudiengang Geoökologie an der TU Bergakademie in Freiberg, ist die 16. Umweltpraktikantin und packt seit Anfang Mai in der Bauernhaide mit an.

Tina Opitz hat unter anderem Gräben vermessen, die Gegend kartiert, Lagebeschreibungen sowie GPS-Daten hinzugefügt und auf diese Weise wichtige Voraussetzungen für weitere Arbeiten geschaffen. Schließlich sollen in der Bauernhaide etwa 300 Anstaustellen in unterschiedlichen Bauweisen errichtet werden. Mit ihrer Hilfe wird das Wasser am Abfließen gehindert.

Die Bauphase der Renaturierung wird die Plauenerin nicht mehr miterleben. Sie verlässt das Erzgebirge Ende des Monats. "Ich habe sehr viele praktische Erfahrungen gesammelt, habe neue Arten kennengelernt und besondere Lebensräume wie das Moor gesehen", so das positive Resümee der 25-Jährigen. Für den Naturpark sind die Praktikanten eine große Stütze. "Sie verrichten sehr wichtige Arbeiten. Wir sind seit 2013 Partner für das Umweltpraktikum. Seitdem haben wir vieles realisieren können, was sonst weggefallen wäre, und das wäre sehr schade", sagt Sigrid Ullmann, die Geschäftsführerin des Naturparks.

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