Projekte fördern auch Engagement der Eltern

In der Gelenauer Kita "Kunterbunt" herrscht gerade reges Treiben. Dabei sind nicht nur die Kinder selbst gefragt.

Gelenau.

Interessante Tage liegen vor den Mädchen und Jungen der Gelenauer Kita "Kunterbunt". "In unserer Herbstwoche widmen wir uns den Äpfeln", sagt Erzieherin Heike Einhorn, die sich mit ihren Kolleginnen jedes Jahr ein neues Motto einfallen lässt. Individuelle Bastelarbeiten stehen dabei ebenso auf dem Programm wie ein Besuch des Erntedankfestes. Der Höhepunkt wird sich jedoch am nächsten Freitag in der Halle des Sportareals "Erzgebirgsblick" abspielen, die sich dabei in eine Apfelwiese verwandelt.

"Alle zwölf Stationen, die wir aufbauen werden, haben mit Äpfeln zu tun", blickt Heike Einhorn voraus auf das Sportfest der Herbstwoche. Beim Wettrollen, Ziel- oder Weitwerfen werden natürlich keine echten Äpfel benutzt, sondern Medizinbälle und kleine Sandsäckchen. Auch der Apfelbaum, den es hochzuklettern gilt, kann mithilfe der Sprossenwand nur symbolhaft dargestellt werden - genau so wie ein Hindernisparcours als Apfelwiese dient. Dennoch ist frisches Obst allgegenwärtig bei diesem Sportfest, das unter der Leitung von Marlene Marschner steht. Als Sportlersnack können sich die Mädchen und Jungen mit frisch aufgeschnittenen Äpfeln stärken. Außerdem gibt es zum Mittagessen Eierkuchen mit Apfelmus.

Neben Bewegung ist Ernährung der zweite wichtige Aspekt dieses Projekts, mit dessen Hilfe die Kinder viel dazu lernen sollen. Ein gemeinsames Frühstück in der Kita darf da auf keinen Fall fehlen. Und obwohl die Steppkes dabei unter sich sind, spielen die Eltern eine wichtige Rolle. "Die Speisen werden daheim vorbereitet", erklärt Heike Einhorn, die schon jetzt weiß: "Einige Mütter sind sehr kreativ." So wird es neben Apfelkuchen zum Beispiel einen Käse-Aufschnitt in Form eines großen Apfels geben. "Viele Eltern machen das gern", sagt Heike Einhorn, die nicht das Gefühl hat, dass solche Aufgaben eine Belastung darstellen. Im Gegenteil: "Ich denke, die Eltern wollen angesprochen werden. Sie warten nur darauf, dass sich etwas tut."

Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Gelenauer den Erzieherinnen - und damit auch den Kindern selbst - gern unter die Arme greifen. Bestätigt wurde diese Einschätzung von Heike Einhorn zuletzt beim Familienfest. Erst zwei Wochen ist es her, dass die Eltern auch dort mit großer Begeisterung bei der Sache waren. Ähnlich der Herbstwoche gibt es auch dort jedes Jahr ein neues Motto. "Pippi geht auf den Rummel", lautete es diesmal. Am Glücksrad konnten sich die Besucher ebenso versuchen wie beim Armbrustschießen, Büchsenwerfen oder Entenangeln. Oft waren die Aufgaben so angelegt, dass die Unterstützung der älteren Generation hilfreich, wenn nicht gar notwendig war.

Als gute Kooperationspartner erwiesen sich Vertreter beider Generationen auch bei der Verpflegung. Schon in den Wochen zuvor hatten sich die Gruppen der Kita um süße Leckereien gekümmert. Unter Anleitung der Erzieherinnen entstand zum Beispiel Rummelplatz-Marmelade - auch Bonbons, Lollis und Kekse aus dem Backofen der Kita dienten als Stärkung. Da wollten die Älteren kaum nachstehen. "Viele Mütter, zum Teil auch fleißige Omas haben für einen großen Kuchenbasar gesorgt", berichtet Heike Einhorn.

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